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Landkreis Friesland erster „Partner des Sports“ Vereine unter demografischem Druck

Unterzeichneten die Vereinbarung als „Partner des Sports

Unterzeichneten die Vereinbarung als „Partner des Sports": KSB-Vorsitzender Kai Langer und Frieslands Landrat Sven Ambrosy.

Oliver Braun

Jever/Friesland - Der Kreissportbund Friesland und der Landkreis Friesland werden „Partner des Sports“. Kreissportbundvorsitzender Kai Langer freut sich, dass mit dem Landkreis der erste von hoffentlich noch vielen weiteren Partnern gefunden wurde. Der Landkreis wird „Exklusiv Partner“ – das umfangreichste der vier Sponsoring-Pakete – und unterstützt den KSB somit mit 200 Euro monatlich bzw. 2400 Euro im Jahr. Darunter gibt es drei weitere Sponsoring-Abstufungen für 25, 50 oder 100 Euro im Monat und entsprechenden Werbe- und Gegenleistungen des Kreissportbunds.

Wege der Weiterentwicklung

Die Idee hinter dem Sponsoring-Projekt ist, Gelder zu akquirieren, um daraus Beratungs- und Fortbildungsprogramme für die im KSB Friesland organisierten Vereine zu finanzieren. Es geht vorrangig um inhaltliche und perspektivische Weiterentwicklung der Vereine vor allem mit Blick auf den gesellschaftlichen Wandel und die richtige Weichenstellung aus Vereinssicht in einer immer älter werdenden Gesellschaft. Es geht ausdrücklich nicht um das Sponsoring von Baumaßnahmen oder zur Anschaffung von Sportgeräten. Dafür gibt es andere und sehr viel größere Landes- und Bundesförderprogramme und auch der Landkreis ist da mit weiteren Projekten am Ball. Nicht zu vergessen der Sportentwicklungsplan oder auch die Sportstätten an den weiterführenden Schulen im Kreis, die die Städte und Gemeinden und somit ihre Vereine kostenlos nutzen können. „Auch das ist schon ein gutes partnerschaftliches Zusammenleben“, sagt Landrat Sven Ambrosy.

Die für das neue Projekt „Partner des Sports“ eingeworbenen Mittel sind „Geld für die Vereine, das zentral für Förderprogramme in Friesland zusammengetragen wird“, betonte der KSB-Vorsitzende. Etwa um Seminare zu finanzieren, die den Vereinen zeigen, wo sie heute stehen und wo sie in zehn Jahren stehen werden, wenn sie entweder gar nichts unternehmen oder aber frühzeitig auf die gesellschaftlichen Veränderungen reagieren. Oder um Hilfe zur Selbsthilfe aufzuzeigen, wenn kleine Vereine keine Köpfe für den Vorstand mehr finden. Dann sei es ratsam, wenn sich mehrere kleine zu einem größeren Verein zusammenschließen, meint Langer.

„Das größte Potenzial, um neue Mitglieder für Sport im Verein zu werben, liegt in der Generation 40 plus“, sind Kai Langer und auch Ambrosy überzeugt. Nicht jeder kann und will sich private Fitnessstudios leisten. „Die Vereine sind vor Ort, sind günstig und bieten neben dem Sport auch ganz viel Integrations- und Inklusionsleistung und haben eine ganz wichtige gesellschaftliche und örtliche Funktion“, so Ambrosy. „Der Kreissportbund hat erkannt, dass natürlich auch die Vereine unter demografischem Druck stehen.“

Mehrere Säulen

Der KSB als Lobbyverband der Vereine habe mit dem neuen Projekt „Partner des Sports“ zwei neue Säulen: Als Dienstleister der Vereine kümmere er sich um deren Weiterentwicklung, und er kann sich für die Finanzierung an die Unternehmen wenden und dort darauf hinweisen, dass deren Mitarbeiter in den Vereinen des KSB aktiv sind. Als sponserndes Unternehmen und Partner des Sports habe letztlich auch das Unternehmen etwas davon.


Und: Der Landkreis hilft dem KSB auch bei der Akquise von Fördermitteln und dem Sportbund bei der Antragstellung. Dass sich das lohnt, konnte man vor Weihnachten sehen: Der Bund hatte dem Kreis und KSB die noch eiligst auf den Weg gebrachten Anträge aus dem Programm zur Sportstättenförderung bewilligt und 5,4 Millionen Euro für die Sporthallen Hohenkirchen und Bockhorn zugesagt.

Oliver Braun
Oliver Braun Redaktion Jever
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