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Kreisverbandsschau im Huntsteert Kaninchenzucht soll erhalten bleiben

Henning Karasch
Ehrengäste und Züchter: Ruth Deters (i23 Jever, von links), Carl-Friedrich Janssen, Tammo Janssen (I107 Esens), Olaf Lies, Monika Janßen (I111 Bockhorn), Stefan Budde, Johann Frieling, Gerhard Böhling.

Ehrengäste und Züchter: Ruth Deters (i23 Jever, von links), Carl-Friedrich Janssen, Tammo Janssen (I107 Esens), Olaf Lies, Monika Janßen (I111 Bockhorn), Stefan Budde, Johann Frieling, Gerhard Böhling.

Henning Karasch

Schortens - Der Kreisverband der Rassekaninchenzüchter Friesland konnte nun wieder eine Kreisverbandsschau abhalten. Ausrichter war I108 Schortens, unterstützt von I19 Varel. Kreisverbandsvorsitzender Stefan Budde freute sich, dass 21 Senioren und zwei Jugendliche insgesamt 147 Rassekaninchen im Huntsteert Schortens zeigten. Sechs Teilnehmerinnen der Handarbeits- und Kreativgruppen (HuK) Friesland stellten elf Exponate aus.

Bei den HuK-Gruppen lag i23 Jever vorne. Kreisverbandsmeister der Rassekaninchenzüchter wurde I111 Bockhorn mit 96,63 Punkten, gefolgt von I108 Schortens mit 96,53 Punkten und I107 Esens mit 96,40 Punkten. Den Ehrenpreisspendern wurde gedankt, ebenso den Kuchenspenderinnen und Helferinnen der Cafeteria.

Wichtige Kooperation

„Wir machen die Schau, auch wenn es weniger Tiere als in den Vorjahren sind. Die Kooperation Schortens/Varel ist beispielhaft. Es geht uns ums Hobby, nicht ums Geld“, versicherte Stefan Budde, zugleich I108-Vorsitzender. Probleme mit dem Tierschutz gebe es nicht: „Manche denken nun zwar darüber nach, ob sie 60 Tiere brauchen oder nur 30“, erklärte Budde. Seine 20 Kaninchen brauchen anderthalb 25 Kilogramm-Säcke Futter pro Woche. Diese Säcke kosten jetzt 18 Euro statt 13, gab er als Beispiel.

Die Unterstützung der Interessengemeinschaft Huntsteert sei „wie sieben Richtige im Lotto“, so Budde. Landesverbandsvorsitzender Johann Frieling fürchtete, die Kaninchenzucht schlafe ein. „Die Politik muss dafür sorgen, dass Tiere gehalten werden dürfen. Die Gesellschaft, die Tiere nicht mehr duldet, wird arm“, betonte er.

Mit Ministerbesuch

Schortens’ Bürgermeister und Kaninchenschau-Stammgast Gerhard Böhling erinnerte sich an Kaninchen als „Nahrungsergänzung“ seiner Kindheit. Pummelige seien ihm die Liebsten. Da die Energiekosten Kleintierzüchtern zu schaffen machten, gebe es, neben der Bereitstellung der Huntsteertscheune, eine Pauschale, so der Schirmherr.


Wirtschaftsminister Olaf Lies, ebenfalls Stammgast erst mit seinen Töchtern, nun mit Enkelkind, wünschte sich Gäste, die sich bei Züchtern über deren Tätigkeit informierten. „Das Hobby muss akzeptiert werden, sonst traut sich niemand mehr etwas zu tun“, meinte er und versprach, sich dafür einzusetzen, dass Tiere gehalten werden können. Sein Besuch mit Preisrichter Günter Rektor auf der Bundesschau beeindrucke ihn immer noch und die spannende Frage, worauf Preisrichter achteten.

Die Preisrichter Walter Borchers, Wardenburg, Rolf Frerichs, Delmenhorst, und Wolfgang Gebauer, Ganderkesee, hatten in Schortens alle Hände voll zu tun. Jeder von ihnen hatte rund 50 Tiere zu bewerten. Hinzu kamen Erzeugnisse der HuK-Gruppen. Rolf Frerichs und seine Kollegen bewerten jährlich auf 15 bis 20 Schauen, auch des Landesverbands in Leer und des Bundesverbands in Kassel. Olaf Lies dankte den Frauen der HuK-Gruppen, aus Naturprodukten etwas zum Kuscheln herzustellen.

Eines der vielen ausgestellten Kaninchen auf der Kreisverbandsschau der Rassekaninchenzüchter Friesland.

Eines der vielen ausgestellten Kaninchen auf der Kreisverbandsschau der Rassekaninchenzüchter Friesland.

Henning Karasch
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