Schortens - „Fahnen schwenken ist schön, aber helfen ist wichtiger“: Das sagt Uwe Coordes, Apotheker aus Schortens. Eile sei geboten, betont er: Er will den Opfern des verbrecherischen Angriffskriegs Russlands gegen die Ukraine helfen und hat einen privaten ersten Hilfstransport organisiert.

Am morgigen Mittwoch fährt er mit seiner Lebensgefährtin Anita Telker mit einem mit Medikamenten und Lebensmitteln gefüllten Transporter zunächst Richtung Hannover – dort treffen sich die beiden Schortenser mit zwei polnischen und ukrainischen Freunden. Mit zwei Transportern und einem Anhänger voller Lebensmittelkonserven, Decken, Wasser und Medizin geht es dann zügig weiter ins polnische Lublin; und von dort fährt der kleine Konvoi mit einer weiteren Kontaktperson an einen der Grenzübergänge Polens zur Ukraine.

„Wir haben warme Mahlzeiten für rund 5000 Menschen dabei“, sagt Uwe Coordes. Gesponsert und unterstützt wird die Aktion vom Lions-Club Schortens und zahlreichen Bürgern über die Social Media Kanäle.

Coordes und seine Begleiter wollen sich vor Ort selbst einen Eindruck verschaffen, was die Ukrainer auf der Flucht am dringendsten brauchen. Spätestens Montag wollen sie zurück in Schortens sein. „Und dann wollen wir zügig eine zweite Spendenaktion initiieren“, kündigt Uwe Coordes an.

Oliver Braun
Oliver Braun Redaktion Jever