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Kritische Situation für Sportbootfahrer Fahrwasser vor Wangerooge und Minsener Oog ist nicht markiert

Ohne Pricken ist die sichere Navigation für die Kleinschifffahrt und Sportbootfahrer kaum möglich.

Ohne Pricken ist die sichere Navigation für die Kleinschifffahrt und Sportbootfahrer kaum möglich.

Kalle Klein

Wangerooge - Probleme bei der Fahrwassermarkierung im Wattenmeer: „Bezeichnet vom 1. 4. bis 15. 9. eines jeden Jahres“, steht bei den Prickenfahrwassern im Wattenmeer in den Seekarten. Das stimmt nur zum Teil, denn das Wangerooger Wattfahrwasser und das Minsener-Oog-Wattfahrwasser sind noch nicht ausgeprickt. „Wir sind leider bisher nicht dazu gekommen“, bedauert Eric Jonas vom Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Jade-Weser-Nordsee in Wilhelmshaven. Sportbootfahrer haben das nach den ersten Bootstouren zu Pfingsten schmerzlich festgestellt.

Familie festgefahren

„Ein Unding, dass zu Pfingsten die Wattfahrwasser noch nicht ausgeprickt sind“, echauffiert sich ein Segler aus Horumersiel. Zusammen mit seiner Frau und einem Kleinkind an Bord war er am Ostende von Wangerooge festgekommen und konnte nur mit Hilfe der Segeljacht „Svendborg“ aus Hooksiel freigeschleppt werden. Den Rückweg von Spiekeroog nach Horumersiel trat er dann nicht mehr an, sondern wählte sicherheitshalber die offizielle Fähre nach Neuharlingersiel. Das Boot blieb auf Spiekeroog liegen.

Ähnliche Erfahrungen hatten schon andere Segler und Motorbootfahrer aus Hooksiel und Horumersiel gemacht. Vor allem im Wangerooger Wattfahrwasser fehlen zahlreiche Pricken. Vom Winter liegen noch einige kleine „Eistonnen“, die jedoch falsch platziert sind. Ähnlich schwierig ist die Situation in der Alten Harle westlich Wangerooges.

„Wir bedauern das sehr, denn unser Amt ist natürlich auch für die Sicherheit und Leichtigkeit des Verkehrs im Bereich der Freizeitschifffahrt zuständig“, räumt Eric Jonas ein. Aber es gelte eben, dass der Berufsschifffahrt bei der Erfüllung dieser Aufgaben Vorrang gewährt werde. „Zwei Schiffsführer waren länger erkrankt und wir hatten auch Materialausfälle“, sagte Jonas auf Anfrage. Die Personaldecke sei dünn und Ersatz sei nicht verfügbar. Es sei „keine böse Absicht“, den Prickenweg noch nicht markiert zu haben. Die Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung bemühe sich, die Verkehrswege südlich der Inseln zu markieren.

Um Hilfe gebeten

Auf keinen Fall treffe die Vermutung zu, die fehlende Kennzeichnung habe etwas mit den neuen Nordsee-Befahrensverordnung zu tun, um die Wattsegler aus dem Nationalpark zu vertreiben. „Wir haben benachbarte Ämter um Hilfe gebeten, aber die haben auch ihre Aufgaben“, erklärte Jonas. Man sei sich des Problems bewusst und arbeite daran, möglichst rasch Abhilfe zu schaffen, so der WSA-Sprecher. Das benachbarte WSA Ems-Nordsee hat am 27. Mai in den Bekanntmachungen für Seefahrer die erfolgte Ausprickung für zwischen Borkum und Langeoog als vollendet vermeldet.


Der Wangerooger Yacht-Club hat schon bemerkt, dass sich Freizeitkapitäne vom Festland weniger oft trauen, die Insel anzulaufen. „Unser Hafenmeister warnt alle Gastlieger“, sagt Vorsitzender Wolfgang Tholen. Ohne Pricken sei es kaum möglich, die Insel sicher zu erreichen. Der Fachverband Segeln im Kreissportbund Friesland zeigte sich unzufrieden über die Situation. Der Ärger um die Nordsee-Befahrensregelung sei noch nicht ausgestanden und jetzt kämen noch aktuelle Probleme hinzu, so Fachverbandssprecher Theo Kruse (Segelkameradschaft Horumersiel).

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