Hooksiel/Rastede - Die ehemalige Künstlerhaus-Stipendiatin Anett Münnich ist zurück in der Region: 2020 lebte und arbeitete sie in Hooksiel – und dabei entdeckte die Berlinerin das Wattenmeer. Einen Teil ihrer in Hooksiel entstandenen Bilder zeigt sie ab 23. Januar im Palais Rastede unter dem Motto „Watt Du Willst“. Zur Eröffnung hat sie auch Hooksiels Künstlerhaus-Leiterin Renate Janßen-Niemann gebeten, in ihre Arbeiten einzuführen.
Anett Münnich aus Berlin lebte und arbeitete 2020 im Künstlerhaus Hooksiel. Münnich
Das Motto soll mit einem Augenzwinkern darauf hinweisen, wie die Försterstochter aus Brandenburg das Watt für sich entdeckt hat. „Sieben Wochen Nordsee und täglich im Watt, das hat bei mir tiefe Spuren hinterlassen. Ich habe das Wasser kommen und gehen gesehen, habe erleben können, was das Meer für eine wunderbare Künstlerin ist und den Wattboden mit seinen tollen Formen und Linien aufgenommen und daraus meine Bildserie entwickelt“, erzählt Münnich noch immer voller Begeisterung.
In Hooksiel waren neben kurzen literarischen Arbeiten eine Serie aus 30 kleineren Bildern entstanden. Ob Kleinbild oder Großformat: Wiederkehrendes Merkmal von Anett Münnichs mal eher monochromen und mal in den lautesten Farben schillernden Arbeiten sind die vielen Verästelungen und Linien, die sich wie ein Adergeflecht durch den Bildträger ziehen. Anett Münnich arbeitet nicht nur mit dem Pinsel, sondern vor allem mit dem Skalpell. So entstehen nach klassischem japanischen Vorbild filigrane Papierschnitte, die dann die Grundlage für weitere Arbeitsschritte bilden.
Die Ausstellung wird am 23. Januar eröffnet und ist bis 13. März im Palais Rastede zu sehen: Mittwoch bis Freitag 14 bis 16 Uhr, Sonntag 11 bis 16 Uhr. Zur Eröffnung wird um Anmeldung per E-Mail an info@kkr-rastede.de oder unter Tel. 04402/81552 gebeten.
