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NWZonline.de Region Friesland Kultur

26 Jahre und viele Erinnerungen

07.04.2015

Wangerooge Auf seiner Krawatte steht zwar „Zukunft“ – doch in den nächsten Stunden wird noch ein bisschen an die Vergangenheit gedacht: Kurt Weigel, katholischer Pfarrer auf Wangerooge, hat am Sonntag in der St. Willehad-Kirche Abschied gefeiert.

Weigel verlässt nach 26 Jahren die Insel, nun geht es für ihn nach Aulhausen, wo er eine neue Aufgabe in der Behindertenbetreuung und in der Pilgerseelsorge übernimmt (die NWZ  berichtete). Viele schöne Momente hat Weigel auf der Insel erlebt, hat zahlreiche Insulaner und Gäste begeistert. Das wurde auch in der überaus vollen Kirche am Sonntag deutlich: Bis nach draußen standen die Menschen, um von dem 65-Jährigen Abschied zu nehmen.

Schwerer Abschied

Neben dem Kammerchor St. Willehad traten Sängerin Alison Browner und Pianist Wilhelm Gries auf. Auf besonderen Wunsch Weigels sang Browner ein Stück mit ihrer Tochter Hannah Gries gemeinsam. „Das wollte ich schon immer hören“, sagt Weigel begeistert.

Für die katholische Pfarrei St. Willehad verabschiedete Christa Böcker-Riese den Pfarrer. „Es fällt mir nicht leicht, Dich zu verabschieden – und das, obwohl wir schon länger wissen, dass Du gehst“, so Böcker-Riese. „Die Menschen fühlten sich von Dir angesprochen, wer einmal hier war, mochte nicht wieder gehen, die Kirchenmauern wurden häufig fast gesprengt“. Oft seien die Gäste schon zwei Stunden vor dem Gottesdienst dagewesen, um sich einen Platz zu sichern. „Egal ob Alt oder Jung – hier kam jeder her, der seine Seele füttern wollte.“

Neben Böcker-Riese dachte auch Ursula Großwilde vom Förderverein St. Willehad an die vielen schönen Momente, die sie mit Weigel erlebt hat. Großwilde zeigte Bilder und berichtete unter anderem von Gottesdiensten am Strand oder in den Dünen, Seminaren und Themenwochen mit Weigel, dem Singen am Lagerfeuer und von gemeinsamen Reisen.

„Du hast die Insel-Gemeinde stark berührt und warst immer offen“, würdigte Bürgermeister Dirk Lindner den scheidenden Pfarrer. Als Geschenk überreichte er Kurt Weigel „das Wertvollste, das die Insel zu bieten hat – etwas Sand“. Auf dem Sand stehen kann künftig ein echter Wangerooge-Strandkorb – zur Erinnerung an seine Insel-Zeit.

Wangerooges evangelischer Pastor Günther Raschen erinnerte sich an seine ersten Begegnungen mit Weigel, an die bunten Gottesdienste, in denen ein Overhead-Projektor nie fehlen durfte. „Du bist der Altmeister der analogen Projektionen“, scherzte Raschen. Jevers Pfarrer Walter Albers dankte als Vertreter des Dekanats Wilhelmshaven Weigel für die stets gute Zusammenarbeit. „Du warst stets ein guter Gastgeber, und wir sind immer gerne zu Besuch bekommen“, so Albers: „Auch wegen des guten Essens.“

„Mal Ebbe, mal Flut“

Schließlich blickte Weigel selbst noch einmal auf seine Zeit auf der Insel zurück. „Ich liebe die Kirche hier, was ist alles hier gewesen. . .“, erinnerte sich Weigel. „In vielen Jahren ist viel passiert, mal erlebte ich Ebbe und mal Flut, wie es auf der Insel nun mal so ist. Die Kirchtürme hier sind wichtig, damit sich die Insel nicht verkauft und bleibt wie sie ist – ein wunderbarer Ort“.

Zuletzt wurde dann schließlich doch noch an die Zukunft gedacht: Diakon Dr. Christoph Beuers vom St. Vincenzstift Aulhausen zeigte anhand einiger Bilder, was nun auf Weigel zukommen wird.

Antje Brüggerhoff Agentur Hanz / Redaktion Jever
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