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NWZonline.de Region Friesland Kultur

Hobby: Als „Ballerino“ über die Bühne schweben

15.02.2014

Schortens Seine Welt ist nicht der Sportplatz oder die Kampfsporthalle. Raphael Woidas Herz schlägt für das Ballett. Und seine Familie ist sehr stolz auf ihn, das ist schnell offensichtlich. „Seine Bewegungen sehen sehr gut aus. Das Publikum ist stets begeistert“, sagt Sophia über ihren jüngeren Bruder Raphael. Und auch Mutter Annja hat nur Lob für ihren 15-jährigen Sohn: „Er macht das sehr gut.“ Raphael selbst ist bescheiden: „ Es sind die anderen, die meinen, ich würde das toll machen.“

Seit elf Jahren ist Raphael ein „Ballerino“. Den Anstoß dazu haben ihm seine beiden Schwestern Xenia (17) und Sophia (19) gegeben – auch sie tanzen Ballett. Von klein an war Raphael bei ihren Aufführungen dabei.

Keine Profikarriere

Mit vier Jahren hat er dann selbst angefangen. Wie seine Schwestern auch, trainiert er in der „Ballettschule bei der Mühle“ in Schortens. Dreimal in der Woche geht er für zwei Stunden zum Training. Viel Zeit für andere Hobbys bleibt dabei nicht. Um 15.15 Uhr hat Raphael Schulschluss, anschließend macht er Hausaufgaben und isst zu Mittag. Am späten Nachmittag geht es dann für zwei Stunden wieder zum Ballett.

Trotz seines engen Stundenplans würde Raphael am liebsten niemals aufhören: „Ballett gehört schon ewig zu meinem Leben dazu, ich kann es mir ohne gar nicht vorstellen.“ Eine Profikarriere strebt er trotzdem nicht an. Um dabei wirklich erfolgreich zu sein, hätte er schon viel länger und viel stärker trainieren müssen, erklärt er. „Ich möchte es können, die Schritte beherrschen. Diese Herausforderung reizt mich“, betont Raphael. Er tanzt, weil es ihm Spaß macht: „Die Bewegungen gefallen mir am meisten.“

Er erklärt, was der Unterschied zwischen Frauen- und Männerballett ist: „Manche Übungen sind völlig unterschiedlich. Ich springe generell mehr und brauche den Platz der kompletten Bühne. Zudem machen Frauen ‚Spitze‘, stehen beim Tanzen also auch mal auf ihren Fußspitzen.“

Vor allem den Spitzentanz verbinden die meisten mit Ballett. Raphaels Schwester Sophia kennt viele Klischees: „Manche denken vielleicht, Raphael würde ein rosa Tutu tragen oder sie glauben, Ballett sei etwas für Schwache.“ In Wahrheit trägt Raphael aber ein weißes Oberteil und eine schwarze Hose – ähnlich wie Kunstturner. Ballett verlangt sehr viel Kraft und Ausdauer, versichern Raphael und seine Schwestern. „Ich persönlich musste mir noch nie etwas Blödes anhören, weil ich Ballett tanze. Wenn Leute das erfahren, fragen sie nur sachlich nach – mehr nicht“, betont er.

Wie viel Kraft und Ausdauer Raphael hat, kann er einmal im Jahr bei den Prüfungen der Royal Academy of Dance (RAD) unter Beweis stellen. Mit mehr als 14 000 Mitgliedern ist sie die weltweit größte Organisation ihrer Art und auch Raphaels Ballettschule unterrichtet nach den Lehrplänen der Akademie.

Mit Bestnoten bestanden

Im Lehrplan für Anfänger gibt es neun Stufen. Der Lehrplan für Profis befähigt die Absolventen dazu, einen Beruf im Tanzbereich aufzunehmen und hat sechs Stufen. Beide Pläne können parallel absolviert werden.

Raphael hat bereits alle Prüfungen bis zum siebten beziehungsweise zweiten Grad abgeschlossen – immer mit Bestnote. Bis er die letzte Prüfung absolviert hat, wird aber wohl noch viel Zeit vergehen. „Das kann noch lange dauern bis ich das erreicht habe“, sagt Raphael und lacht.

So wichtig sei es ihm aber auch nicht, sagt er. Im März finden wieder Aufführungen seiner Ballettschule in Jever statt (die NWZ  berichtete). Und dabei hat er genauso viel Spaß wie bei den Prüfungen. Raphael tanzt eben, weil es ihm gefällt, nicht um andere zu beeindrucken.

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