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NWZonline.de Region Friesland Kultur

An die Nachkriegszeit erinnern

04.04.2015

Varel /Zetel Rita Wilksen kann sich noch gut an ihre Kindheit auf dem Bauernhof in Neuenburgerfeld erinnern. Diese Erinnerungen und Fotos trägt sie bei zur Veranstaltung „Wunden der Nachkriegsgeneration – Die langen schatten des Krieges“, die die Arbeitsgruppe Frauenleben – Wendezeiten“ organisiert hat. Start ist am Freitag, 10. April, mit einem Vortrag und einer Ausstellungseröffnung im Kreisdienstleistungszentrum Varel.

Anlass der Veranstaltungsreihe ist das Ende des Zweiten Weltkrieges, das sich zum 70sten Mal jährt. Es geht um Kriegskinder und um ihre Enkel und Kinder. Bei dieser Veranstaltungsreihe geht es auch um die Auswirkungen, die der Krieg auf die Nachkriegskinder und die Kriegsenkel hat. „Denn die Kriegstraumatisierungen der Eltern blieben oft unverarbeitet, und auch die nachfolgenden Generationen wurden in ihrer Erziehung stark durch die Erlebnisse und Erfahrungen der Mütter und Väter geprägt“, wissen die Veranstalterinnen, „auf besondere Weise waren und sind Frauen besonders berührt“.

Mit den Aktionswochen vom 10. April bis 6. Mai werden Möglichkeiten geboten, sich untereinander zu den unterschiedlichen Aspekten auszutauschen. Die Veranstaltungsreihe umfasst Vorträge, ein Erzählcafé, einen Kinoabend und eine Podiumsdiskussion.

Begleitet wird die Reihe von der Ausstellung „Kriegskinder – Begegnungen heute“ des Anne-Frank-Zentrums Berlin, die im Dienstleistungszentrum Varel während der gesamten Veranstaltungszeit vormittags von 9 bis 12 Uhr gezeigt wird. Diese zweisprachige Ausstellung wird empfohlen für Schüler ab der 8. Klasse.

Das Besondere der Ausstellung ist, dass neben der allgemeinen Aufarbeitung des Themas Zweiter Weltkrieg Jugendliche ihre Sicht zum Thema Krieg darstellen, auch auf heutige Konflikte bezogen. Zudem soll die Ausstellung anregen, zu fragen, was der Zweite Weltkrieg aber auch die aktuellen Kriegsgeschehnisse für die eigene Familie bedeuten.

Landrat Sven Ambrosy wird diese Ausstellung am 10. April um 17 Uhr eröffnen, anschließend referiert Bettina Alberti, Psychotheratpeutin aus Lübeck, über das Thema „Seelische Trümmer – Die Nachkriegsgeneration im Schatten des Kriegstraumas“.

Für diese Veranstaltung ist eine Anmeldung erforderlich; Varels Frauenbeauftragte Brigitte Kückens nimmt sie bis Dienstag, 7. April, entgegen unter Telefon 04451/126136 (auch Anrufbeantworter).

Traute Börjes-Meinardus
Varel
Redaktion Friesland
Tel:
04451 9988 2502

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