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NWZonline.de Region Friesland Kultur

JAHRESSCHLUSS: Antike Uhr schlägt die letzten Stunden

30.12.2005

HEIDMüHLE HEIDMÜHLE - Es gibt wohl keine Zeit im Jahr, in der die vorrückenden Zeiger der Uhr so genau beobachtet werden wie an Silvester. Aus diesem Grund stellt Pastor Hans-Gerd Fritzsche von der Dietrich-Bonhoeffer-Kirche in Heidmühle den Jahresschlussgottesdienst unter das Thema „Zeit“. Der Prediger Salomo (Kapitel 3) liefert das Motto dazu: „Ein jegliches hat seine Zeit, und alles Vorhaben unter dem Himmel hat seine Stunde.“

Und weil Zeit am besten in tickenden Uhren darstellbar ist, wird auch im Gottesdienst eine Uhr im Zentrum stehen: Es handelt sich um eine französische Comtoise-Ringuhr, die 1726 in einer Werkstatt im französischen Jura gebaut wurde.

Der Heidmühler Uhrensammler Peter Hamann stellt das besondere Stück für den Gottesdienst zur Verfügung. „Das faszinierende an den alten Uhren ist, dass sie viel über das Verhältnis der Menschen zu Zeit erzählen“, sagt Hamann.

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So hat seine Uhr nur einen Stundenzeiger. „Man brauchte damals nicht so eine genaue Zeit wie heute“, weiß er. Das Leben sei früher nicht auf die Minute verplant gewesen. Überhaupt besaßen noch im 18. Jahrhundert nur ganz wenige Leute überhaupt eine Uhr. „Seine Zeit bekam man von der Kirchturmuhr, deren Schlagen den Tag unterteilte“, berichtet Hamann.

Und noch etwas fasziniert den Sammler und Restaurator an den alten französischen Uhren: Das Äußere der Comtoise-Uhren erzählt von den politischen Geschehnissen in Frankreich: „Die ältesten Uhren sind mit dem gallischen Hahn und der Bourbonenlilie verziert, während der französischen Revolution sind Jakobiner-Mützen ein beliebtes Symbol und zu Napoleons Herrschaftszeiten der Adler“, erzählt Hamann. Gebaut wurden die Comtoise-Uhren von etwa 1680 an bis Anfang des 20. Jahrhunderts – „und damit weltweit am längsten“, sagt der Liebhaber.

Zum Uhrensammeln sei er „wie jeder kleine Junge“ schon in frühen Jahren gekommen, erzählt der pensionierte Elektronikoffizier bei der Luftwaffe. Seine schönsten Uhren sind inzwischen schon nicht mehr in seinem Besitz: „Die habe ich meinen Kindern zur Hochzeit geschenkt“ und damit eine schöne Tradition wiederaufgenommen. Noch vor nicht allzu langer Zeit bekamen Jugendliche ihre erste Uhr zur Konfirmation geschenkt, meist als Erbe eines Vorfahren. „Heute dagegen sind Uhren nur noch Wegwerfartikel“, bedauert Hamann.

Der Jahresschlussgottesdienst beginnt am morgigen Sonnabend, 31. Dezember, um 17 Uhr in der Dietrich-Bonhoeffer-Kirche in Heidmühle.

Musikalisch begleitet wird er vom Gospelchor Heidmühle unter Leitung von Janine Wilson. Im Anschluss lädt die Gemeinde im Gemeinderaum zu Sekt und Neujahrskuchen ein.

Nach der Kirche gibt es Sekt und Neujahrskuchen im Gemeindehaus

Melanie Hanz Agentur Hanz / Redaktion Jever
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