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NWZonline.de Region Friesland Kultur

Arngast vom Meer verschluckt

31.10.2009

ARNGAST Das Kirchdorf Arngast lag inmitten des Jadebusens auf der hohen Geest. Bis zur Antoniflut 1511 war Arngast mit Dangast verbunden. Zu der Zeit war Arngast die größte und letzte der rund 45 Inseln im Jadebusen. Bedingt durch den ständigen Rhythmus der Gezeiten sowie durch die Sturmfluten ist die Insel in der Folgezeit immer kleiner geworden, weil sie ohne Deichschutz blieb. Bis 1686 war Arngast noch eine bewohnte Insel. Um 1750 war sie vorübergehend wieder bewohnt und auf den höchsten Stellen wurde Getreide angebaut.

Wegen häufiger Überflutungsgefahr besonders in den Wintermonaten wurde die Insel schließlich unbewohnbar. Durch Strömungseinwirkungen teilte sich die Insel 1882 in Groß- und Klein-Arngast, die bis 1905 bestanden haben.

Nach dem Ersten Weltkrieg konnte man Arngast noch durch eine Wattwanderung von anderthalb Stunden ab der dritten Buhne östlich von Dangast aus erreichen. „Man traf zunächst auf die Südspitze der langgestreckten Düne von Klein-Arngast, die bei jeder Flut überspült wurde. Groß-Arngast dagegen ragte noch etwa drei Meter aus der gewöhnlichen Flut als sichelförmige Sanddüne hervor, war etwa 150 Meter lang und 30 Meter breit und diente zahlreichen Vögeln als Nistplatz“, schreibt Wilhelm Kuck in seinem Buch „Die Straßen von Varel“.

Etwa an der Stelle, an der früher das Kirchspiel Arngast lag, steht heute der 1909 erbaute Leuchtturm Arngast. Für den Bau des 36 Meter hohen Leuchtturmes wurden 112 Pfähle mit einer schwimmenden Dampframme durch das Watt in den eiszeitlichen Boden gerammt. Bis 1967 war der Leuchtturm noch mit einem Leuchtturmwärter und einem Maschinisten rund um die Uhr besetzt, 1968 wurde er auf automatischen Betrieb umgestellt und die Besatzung abgezogen. Die Steuerung des Leuchtfeuers erfolgt per Funk.

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