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NWZonline.de Region Friesland Kultur

Ausstellung regt zum Nachdenken an

13.05.2014

Varel „Ohne Angst verschieden sein“ – so lautet der Titel einer Wanderausstellung, die am Montag in der Berufsbildenden Schule (BBS) Varel eröffnet wurde. Vielfältig wird das Thema Menschen mit Behinderungen dargestellt. Sie spannt den Bogen von der Antike, über das Mittelalter, den therapeutischen Anfängen im 19. Jahrhundert bis zur Euthanasie in der Zeit des Nationalsozialismus und zur Integration sowie Inklusion heute.

Die Termine und Orte der Wanderausstellung

12. Mai bis 23. Mai Berufsbildende Schule Varel 26. Mai bis 6. Juni Oberschule Bockhorn 11. Juni bis 20 Juni Haupt- und Realschule Zetel 23. Juni bis 4. Juli Oberschule Hohenkirchen 7. Juli bis 18. Juli Elisa-Kauffeld-Oberschule Jever 21. Juli bis 30. Juli Mariengymnasium Jever 22. September bis 2. Oktober Berufsbildende Schule Jever Besucher werden gebeten, sich bei den jeweiligen Schulen anzumelden.

Die Ausstellung wurde vom Sozialverband Deutschland SoVD und dem Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge zusammen entwickelt. Illustriert durch zahlreiche Bilder und Grafiken, inhaltlich gestaltet mit Sachtexten und Ausszügen von Originaldokumenten, bietet sie einen bewegenden Überblick und regt zum Nachdenken an – vor allem die Zeugnisse an den Stellwänden zur Euthanasie. Dieser Punkt nimmt einen großen Teil ein.

In der Zeit von 1933 bis 1945 war in Deutschland die Zwangssterilisation behinderter Menschen, deren Ausgrenzung und Tötung politisches Programm. „300 000 psychisch Kranke wurden im NS-Rassenwahn ermordet“, sagte Landrat Sven Ambrosy bei der Ausstellungseröffnung: „Diese Menschen haben es verdient, dass man ihrer gedenkt.“

Die ersten Besucher waren die Schüler und Schülerinnen der Klasse HEP 3 (Heilerziehungspflege). Sie hatten sich bereits im Unterricht mit der Thematik Euthanasie beschäftigt. „So etwas darf in der Geschichte nie wieder passiert“, sagte Sonja Neumann. „Wir müssen erreichen, dass Menschen mit Behinderungen integriert und akzeptiert werden“, betonte ihre Klassenkameradin Tomke Neumann. Katharina Conrad ergänzte: „Man muss den Menschen als ganzen betrachten. Nicht nur aufgrund seiner Behinderung.“

Durch die Inklusion – die vollständige Einbeziehung behinderter Menschen in die Gesellschaft – sei man zwar schon auf einem guten Wege zur im Grundgesetz zugesicherten Gleichstellung. Doch auch wenn das Schlagwort als Leitbild derzeit in aller Munde ist, wird es nicht überall umgesetzt. Das haben die Schüler am eigenen Leib erfahren. „In einem Projekt zum Thema Barrierefreiheit haben wir die Universität Oldenburg getestet“, berichtete Wiebke Kohl. Dabei fand sie heraus, dass man dort mit dem Rollstuhl durchaus nicht überall problemlos durchkommt.

Unterrichtsbegleitend zur Ausstellung, die noch bis Herbst an sieben Schulen im Landkreis gezeigt wird, erhalten die Schüler ein Heft mit Daten, Fakten und Arbeitsblätter zum Thema.

Olaf Ulbrich Redaktionsleitung Varel / Redaktion Friesland
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