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NWZonline.de Region Friesland Kultur

Barrieren in Kirche und Köpfen abbauen

11.02.2017

Tettens „Vertraut den neuen Wegen“ – diese Liedzeile haben sich die beiden evangelischen Kirchengemeinden Tettens und Middoge als Leitsatz für die weitere Entwicklung gegeben. Und bei der Visitationswoche, die Anfang November stattfand, wurde dieser Leitsatz auch bereits angewandt.

„Wir müssen dieses Motto leben – und Kinder, Jugendliche und junge Familien zurück in die Kirche holen“, hat Tettens’ Kirchenälteste Angelika Eikermann erkannt. Die Arbeit mit den jungen Gemeindemitgliedern soll Schwerpunkt der Gemeindeentwicklung in Tettens sein.

In Middoge ist die Barrierefreiheit das Schwerpunktthema: „Wir wollen unsere Kirche barrierefrei zugänglich machen“, erläutert Kirchenälteste Elfriede Wachtendorf. Das sei eine durchaus komplizierte Angelegenheit. Die Kirche auf der Wurt ist nur über Treppenstufen erreichbar. Ideen für eine Umgestaltung des Eingangs gibt es, doch es gilt, den Denkmalschutz mit seinen Auflagen und natürlich die Finanzen im Blick zu behalten.

Barreierefreiheit bedeutet für die Middoger zugleich, Barrieren in den Köpfen abzubauen: „Wir wollen einladende Kirche sein“, sagt Wachtendorf.

Die knapp 1000 Mitglieder beider Kirchengemeinden betreut Pastorin Anna Bernau. Sie hat einige Ideen, wie die Gottesdienste für alle Altersgruppen interessanter und die Jugend-, insbesondere die Konfirmandenarbeit, moderner werden kann. All das soll nun schrittweise angegangen und umgesetzt werden.

Die Voraussetzungen dafür werden zurzeit noch geschaffen: Die Pastorei Tettens, Wohnung der Pastorenfamilie und zugleich Kirchenbüro und Gemeindehaus, wird saniert. „Denn die Arbeit kann nicht laufen, wenn keine Räume dafür da sind“, weiß Kreispfarrer Christian Scheuer.

Gemeinsam mit dem Visitationsteam hat er Anfang November bei 20 Terminen Einblicke in beide Kirchengemeinden mit ihren Gruppen sowie das Vereinsleben in beiden Dörfern genommen. Ziel der Visitation ist, mit dem Blick von außen Entwicklungsmöglichkeiten, aber auch -Bedarf in Gemeinden festzustellen. Gemeinsam werden dann Vorschläge und Perspektiven erarbeitet, die in den kommenden Jahren umgesetzt werden sollen.

Melanie Hanz Agentur Hanz / Redaktion Jever
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