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NWZonline.de Region Friesland Kultur

Erinnerung an 115 Jahre Schulgeschichte

26.03.2018

Bohlenbergerfeld Vor 115 Jahren wurde die Schule in Bohlenbergerfeld eröffnet und 1974 geschlossen. Um zu verhindern, dass die alten Lehr- und Lernmittel sowie sonstige Schuleinrichtungen unwiederbringlich verloren gingen, richteten Ursel und Bodo Wacker dort ein Schulmuseum ein. Es wurde vor 40 Jahren im Mai 1978 eröffnet und war damals einzigartig in der Bundesrepublik. Doch auch heute noch wird in den alten Gemäuern des Hauses an der Wehdestraße 97 gelernt: Nämlich, dass die „guten alten Zeiten“ gar nicht mal so gut waren. Mittlerweile haben sich über eine viertel Million Besucher das Museum angeschaut. Am Samstag wurde dieser beiden Jubiläen mit einer Feierstunde gedacht.

Neben ehemaligen Schülern als Zeitzeugen waren Freunde des Hauses und Vertreter aus Wirtschaft und Politik im Museumscafé zusammengekommen. In einer begleitenden Festschrift sind einige Erlebnisse früherer Schüler aufgeführt. So berichtet die 1909 eingeschulte Anna Lühken von den Zeiten des 1. Weltkriegs: „Die großen Mädchen mussten Strümpfe stricken für die Soldaten. Mit ein paar Keksen als Zugabe wurden Feldpost-Pakete daraus.“

1917 wurde Therese Kamps eingeschult. Sie erinnert sich an die jährlichen Schulausflüge, als sich alle mit zwölf Gespannen auf den Weg machten: „Einmal fuhren wir sogar nach Dangast, das war schon eine andere Welt und ein ganz besonderes Erlebnis.“

Dem 1928 eingeschulten Johann Budelmann ist der Rohrstock im Gedächtnis geblieben: „Ich hab selbst manches Mal Schläge bezogen, und das nicht zu knapp.“ Die Wasserpumpe auf dem Schulhof, die den Kindern zum Löschen des Durstes diente, hatte der 1934 eingeschulte Ernst Hollje einmal mit Kohlenstückchen verstopft. Dafür bekam er eine Vier in Betragen auf dem Zeugnis.

All diese Geschichten machten neben dem Lernen das Schulleben aus und werden heute im Museum bewahrt. Zetels Bürgermeister Heiner Lauxtermann freut sich über das kulturelle Kleinod in der Gemeinde und dankte dem Förderverein und den ehrenamtlichen Helfern für ihr Engagement.

„Das ist hier etwas Anderes als Geschichten im Buch nachzulesen, man hat es vor Augen und kann es anfassen“, sagte Bernd Pauluschke als Vertreter der Oldenburgischen Landschaft.

Museumsleiterin Prof. Dr. Antje Sander erläuterte die einzelnen Aspekte des Museums. Eine Kernaufgabe ist es, die Sammlung zu bewahren, um etwas über die Dinge zu erfahren, es wird geforscht und schließlich werden attraktive Ausstellungen gezeigt.

Neben dem originalgetreu eingerichteten Klassenzimmer aus dem Jahr 1910 und der Dauerausstellung werden aus dem umfangreichen Archiv regelmäßig Sonderausstellungen zusammengestellt. „Das ist unsere Schatzkammer“, sagte Geschäftsführerin Heike Ahlborn. Auch zum Jubiläum gibt es eine Sonderschau mit einem Rückblick auf 40 Jahre Schulmuseum.

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