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NWZonline.de Region Friesland Kultur

„Botschafter Astrid Lindgrens“

28.05.2010

VAREL „Astrid Lindgren wurde mehrfach zur „Schwedin des Jahres“ gewählt und schließlich zur „Schwedin des Jahrhunderts“, mit großem Abstand vor der schwedischen Königin, die auch sehr beliebt ist. Ihr selbst war das eher peinlich.“ Zahllose Details aus dem Leben der schwedischen Erfolgsschriftstellerin hat Matthias Blum den kleinen und großen Zuhörern, die am Mittwochabend zur Ausstellungseröffnung in die „Weberei“ gekommen waren, berichtet.

Ausstellung auf Tour

Blum hat die Sammlung anlässlich des 90. Geburtstages, also vor mittlerweile 13 Jahren, zusammengestellt. Seitdem ist sie als Wanderausstellung bundesweit gezeigt worden. Er selbst bezeichnet sich weniger als Kurator, sondern als „Botschafter Astrid Lindgrens“. In seiner Rede zur Eröffnung skizziert er den Lebensweg der Autorin, und versucht den Gästen einige Gedanken Lindgrens nahezubringen: das Recht auf eine schöne Kindheit, die Phantasie, das Lesen und die Liebe zur Natur.

Die Zuhörer erfahren, dass das erste Buch, Pippi Langstrumpf, spontan für die erkrankte Tochter ausgedacht wurde, dass es später erst aufgeschrieben wurde, als Geschenk für die längst wieder gesunde Tochter, und dass es von einem Verlag zunächst abgelehnt wurde. Im Gegensatz zur fiktiven Pippi sind viele andere Figuren Lindgrens halbbiographisch, in den Bullerbü-Geschichten findet sich ihre eigene Kindheit (Lisa) wieder, eine gute Freundin wurde als „Madita“ verewigt.

In Schweden gibt es eine einzige „Astrid-Lindgren-Schule“, in Vimmerby, dem Geburtsort. In Deutschland gibt es über 200, eine davon in Neuenburg. In Büppel wurde ein ganzes Straßenviertel mit Namen aus Lindgrens Werk geschaffen. Trotz des internationalen Erfolges mit Millionenauflagen blieb Lindgren bescheiden und wohnte mehr als ein halbes Jahrhundert in einer Vierzimmerwohnung in Stockholm. Wer sie sehen wollte, konnte sie beim täglichen Spaziergang im Park bis ins 90. Lebensjahr treffen.

Schüler musizieren

Die jetzige Ausstellung in der „Weberei“ wurde von der Pestalozzi-Schule organisiert. Der Ausstellungsmacher Matthias Blum ist dort zurzeit als „Feuerwehr-Lehrkraft“ tätig und stellte das Material dem Förderverein zur Verfügung. Zur Eröffnung musizierte die Klasse 7a unter der Leitung von Kirsten Wendt, unterstützt durch die Rapper Bakka und Kemal aus der achten Klasse. Ein weiterer Höhepunkt war die Lesung „Pippi op Platt“ von Wolfgang Busch, dem Plattdeutsch-Beauftragten des Landkreises Friesland. Die niederdeutsche Ausgabe der Pippi Langstrumpf von 1979 ist eine Rarität. Blum machte sie Busch zum Geschenk, zum gegenseitigen Nutzen, um sowohl das Andenken an Astrid Lindgren als auch die plattdeutsche Sprache zu fördern.

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