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NWZonline.de Region Friesland Kultur

Regionalgeschichte: Als die Harlebucht einst tief ins Land einschnitt

03.05.2018

Carolinensiel Es war eng in der Schifferkneipe im Kapitänshaus Carolinensiel: viele waren gekommen, um vom Geografen und Heimatforscher Axel Heinze aus Esens etwas über die Harlebucht zu erfahren. Die Marsch ist bekannt als endlos und flach und das bloße Auge erkennt kein Relief.

Doch Axel Heinze hat in Anlehnung der vor 15 Jahren in den Niederlanden entwickelten digitalen Höhenkarte eine Darstellung entwickelt. In die deutsche Grundkarte mit Höhenlinien im Maßstab 1:5000 zeichnete er farblich abgestuft die natur- und kulturräumliche Entwicklung der Harlebucht ein.

Sie verlief in südlicher Richtung bis Cleverns-Sandel und war mit größeren Schiffen befahrbar, was der Fund 1863 vom Rest eines Schiffes mit Mastbaum belegt. Ab dem 11. Jahrhundert begann die Verlandung der Harlebucht und die Bewohner begannen mit der Neulandgewinnung und dem Deichbau.

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Harlebucht mit Halligen

Heinze vermutet „Harle“ als einen sehr alten Gewässernamen, der den Südwesten des heutigen Harlingerlands entwässerte und von Südosten das Wasser aus dem Jeverland über die Eggelinger Leide und das Tettenser Tief aufnahm.

Er verglich die Harlebucht mit der Schleswig-Holsteinischen Halliglandschaft und bewies dies mit dem Höhenbild von Funnix. Neben der eigentlichen Harlebucht gab es auch mehrere Nebenbuchten. Das Wasser reichte bis an die Orte Esens, Wittmund, Burhafe heran, Eggelingen und Asel lagen zeitweise sogar auf Inseln. Die Landesstraße 808 von Jever bis Sophiensiel verläuft auf dem östlichen Ufer der Harlebucht.

Die farblich dargestellten Höheneinzeichnungen gaben den Besuchern einen detaillierten Überblick über die alten Küstenverläufe mit ihren Uferwällen, Entwässerungssystemen und unentdeckten Sielbauten, den Deichlinien und Deichbrüchen mit ihren Kolken.

Mit der zunehmenden Verlandung der Harlebucht entstand ab dem 16. Jahrhundert die neue Marsch und wurde wertvolles Ackerland. Das Flussbett der Harle wurde verlegt und ein Siel in Funnix gebaut. Dem folgten durch weite Verlandung Alt- und Neufunnixsiel und 1693 Neuharlingersiel. 1729 wurde dann Carolinensiel mit Direktzugang zur Nordsee gegründet, rückte dann aber mit Landgewinnungsmaßnahmen und dem Harlesiel 1956 immer weiter ins Hinterland. Die Schifffahrt verlor bereits Anfang des 20. Jahrhunderts an Bedeutung.

Entwässerung umgelenkt

Auf der Ostseite der Bucht, dem Jeverland, lag nur eine geringe Anzahl von Sielen. Das Tettenser Tief entwässerte zunächst durch Altgarmssiel und mit weiteren Eindeichungen über Neugarmssiel, Sophiensiel und Friederikensiel in die Harlebucht. Weil diese in zunehmendem Maße verschlickte, wurde die Entwässerung nach Osten auf die Außenjade umgelenkt. Während die alten Ortsstrukturen dank des Museumshafens in Carolinensiel bestehen, sind die östlichen jeverländischen Sielorte als solche nicht mehr erkennbar.

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