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NWZonline.de Region Friesland Kultur

Auswanderer: Dangast fehlt am anderen Ende der Welt

06.01.2012

VAREL „Heimat ist hier“, sagt Roland Vogel und blickt aus dem Fenster ins Vareler Schmuddelwetter. Das sagt einer, der seit 23 Jahren in Australien lebt. Im Januar 1988 ist der Vareler mit seiner Frau Birgit und den Kindern Seja und Mirko nach Melbourne ausgewandert, derzeit ist der Unternehmensberater auf Besuch in der Heimat.

Gleich nach dem Abitur am Vareler Gymnasium zog es ihn und seine Frau in die Ferne. Roland Vogel studierte Ingenieurswesen und BWL, seine Frau Pädagogik. Roland Vogel machte Karriere bei Daimler, zuständig für den internationalen Einkauf, kam er in der ganzen Welt herum. „Deutschland war mir zu eng“, sagt er, „ich war immer schon abenteuerlustig“. Und so zögerte er nicht lange, als ihm 1988 angeboten wurde, für sechs Jahre die Leitung der Bereiche Einkauf und Logistik im Daimler-Werk in Melbourne zu übernehmen.

Die Kinder waren damals sieben und neun Jahre alt und nach einem halben Jahr hatten sie sich eingelebt. Und zwar so gut, dass sie nicht mehr wegwollten, als Roland Vogels Vertrag nach sechs Jahren auslief. „Wir haben eine Entscheidung für die Kinder gefällt und sind geblieben“, erinnert sich Vogel. Er hat sich im Alter von 45 Jahren beruflich noch einmal umorientiert und ist Unternehmensberater geworden.

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„Ich bin jetzt Aussi“, sagt Roland Vogel, der mittlerweile die australische Staatsbürgerschaft angenommen hat. Er fühlt sich wohl in dem Einwandererland Australien und in Melbourne, der mit 3,37 Millionen Einwohnern nach Sydney zweitgrößten Stadt Australiens. Dass sie mehrmals zur „lebenswertesten Stadt der Welt“ gewählt worden ist, wobei kulturelle Gegebenheiten, das Klima, Lebenshaltungskosten und das sozialen Umfeld eine Rolle spielten, kann Roland Vogel gut nachvollziehen: „Es gibt hier viel Kunst und Kultur, das Klima ist milde“.

Auch die Gelassenheit der Australier gefällt ihm: „Das Leben ist weniger reguliert als das in Deutschland“. Familie Vogel führt in Australien ein kosmopolitisches Leben mit Freunden aus allen Teilen der Welt. In seiner Freizeit spielt er gerne Golf. „In Melbourne gibt es mehr als 300 Golfplätze, das ist hier ein Volkssport und hat keinen elitären Touch“, sagt Roland Vogel.

Dennoch vermisst der 62-Jährige einiges aus seiner Heimat. „Wenn ich aus dem australischen Winter in Varel anrufe und höre, dass gerade Spargelzeit ist, werde ich schon wehmütig“, sagt er. Auch Grünkohl mit Pinkel fehlen ihm. Am meisten vermisst er jedoch Dangast. „Die Atmosphäre dort ist einmalig“, sagt er. Auch das deutsche Fernsehen fehlt ihm. „Politisches Kabarett gibt es in Australien gar nicht“, bedauert Roland Vogel, „mein Bruder nimmt die Sendungen für mich auf und schickt sie mir“. Mit im Paket sind Aufzeichnungen von „Wetten dass“ und Filme über Norddeutschland.

Dank Internet weiß Roland Vogel auch über das politische Geschehen in Deutschland und Varel bestens Bescheid. Mehrmals in der Woche informiert er sich bei NWZ-online über das, was in der Heimat passiert.

Traute Börjes-Meinardus Varel / Redaktion Friesland
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