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NWZonline.de Region Friesland Kultur

Das beste Festival wird in Dangast gefeiert

23.09.2017

Dangast /Hamburg Jetzt ist die Sensation perfekt: Das „Watt-en-Schlick-Fest“ (WES) in Dangast ist das beste Festival Deutschlands. Das Festival wurde am Donnerstagabend während des Reeperbahnfestivals in Hamburg mit dem „Helga!“-Award in der Königskategorie „Bestes Festival“ ausgezeichnet.

Besonders bei WES-Veranstalter Till Krägeloh ist darüber die Freude groß. Dass der begehrte Preis in diesem Jahr nach Dangast geht, ist seiner Ansicht nach „der Hammer“. Im Gespräch mit der NWZ dankte er vor allem der „krassen Community und dem Wahnsinns-Publikum“, ohne die das gar nicht möglich gewesen wäre. Denn anders als in allen anderen Preiskategorien wird die Auszeichnung für das beste Festival nicht von einer Fachjury, sondern von den Zuschauern vergeben.

Über den „Helga!“-Award

Der „Helga!“-Award wurde in diesem Jahr zum fünften Mal verliehen. Die Gewinner bestimmt eine 50-köpfige Journalisten-Jury. Nur der Preis für das beste Festival wird von den Fans im Internet verliehen.

Der Preis ist für die deutsche Festival-Szene das, was der „Oscar“ für Hollywood-Stars ist. Verliehen wir er von den Machern des „Festival Guides“ vom Musikmagazin „Intro. “

Der ungewöhnliche Name geht auf einen Mythos der Festival-Kultur in Deutschland zurück, für dessen Ursprung inzwischen mehrere Erklärungen im Umlauf sind. Ob es sich bei „Helga“ um eine verschollene Freundin oder ein Tiefdruckgebiet handelte – fest steht, dass der einzelne Ruf nach „Helga“ auf Festivals stets mit einer ganzen Welle von „Helga“-Rufern quittiert wird.

Das ist besonders vor dem Hintergrund bemerkenswert, dass im August erst die vierte Auflage des Festivals am Jadebusen gefeiert wurde und gerade einmal 5000 Besucher pro Tag auf das Festival-Gelände am Dangaster Strand passen. Zum Vergleich: Im vergangenen Jahr holte das „Hurricane“-Festival mit 70 000 Besuchern den Preis fürs beste Festival.

Das es mit der Auszeichnung geklappt habe, sei deshalb vor allem den Fans zu verdanken. „Das Festival gibt den Menschen ganz viel“, sagt Till Krägeloh.

Und dabei soll es auch bleiben. Auch wenn das kleine Festival durch die Auszeichnung jetzt nicht mehr nur einem relativ kleinen Kreis, sondern in ganz Deutschland bekannt sein dürfte, soll sich am WES nichts Grundsätzliches ändern. „Das Feeling wird immer so bleiben“, betont Till Krägeloh. „Wir wachsen nicht auf 70 000 Leute und das wollen wir auch gar nicht.“

Das WES werde weiterhin ein familiäres Fest sein, bei dem auch die Kunst nicht untergehe. „Das ist nicht konzipiert, dieses Festival wird einfach gelebt. Dieses kollektive Erlebnis ist einfach toll.“ Das Gesamtpaket stimme.

Allerdings müssen sich die Festivalbesucher aber wohl darauf einstellen, dass die Tickets in Zukunft noch etwas schneller vergriffen sind. „Das ist gut für uns, weil es gerade uns als kleines Festival Planungssicherheit gibt“, erklärt der Organisator. Spätestens jetzt sei Dangast eben kein weißer Fleck mehr auf der Festival-Landkarte.

Bei der Preisverleihung wurde die Laudatio von der Band „OK Kid“ gehalten. Sie hatten beim diesjährigen Watt-en-Schlick ihren Auftritt in Dangast. „Wir haben eine Mega-Zeit gehabt bei Euch, das war supersympathisch“, sagten die Bandmitglieder.

Der „Helga!“-Award wurde zum fünften Mal vom Fachmagazin „Festival-Guide“ verliehen. Neben „Bestes Festival“ gibt es auch Auszeichnungen in den Kategorien „Inspirierendste Festival-Idee“, „Feinstes Booking“, „Leidenschaftlichste Festival-Performance“ und „Bestes Gewissen“. Diese werden aber nicht von den Fans, sondern von einer 50-köpfigen Journalisten-Jury verliehen.

Christopher Hanraets
Varel
Redaktion Friesland
Tel:
04451 9988 2504

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