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Anwohner sollen Fenster und Türen geschlossen halten
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Aktualisiert vor 15 Minuten.

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Anwohner sollen Fenster und Türen geschlossen halten

NWZonline.de Region Friesland Kultur

Wie Wagner zur Horror-Show führte

24.06.2019

Dangast Ums Theater ging es beim diesjährigen Künstlergespräch im Franz-Radziwill-Haus in Dangast am Sonntag. Zu Gast war der Generalintendant des Oldenburgischen Staatstheaters, Christian Firmbach.

Die Verbindung zwischen dem Maler Franz-Radziwill und dem Theater ist dabei viel deutlicher, als sie zunächst scheint. Und besonders klar erscheint sie in der aktuellen Ausstellung des Radziwill-Hauses „Inszenierte Bildräume“. Denn der Künstler hat seine Bilder oft wie ein Bühnenbild aufgebaut. In manchen seiner Werke schaut der Betrachter sogar direkt an einem Vorhang vorbei auf das Motiv. Kein Wunder: Radziwill verbrachte seine Zeit nicht nur im Atelier, sondern auch im Theater.

Was den Maler und den Bühnenbildner eine, sei, dass beide die Welt so zusammenstellen, wie sie es wollen, sagte Firmbach im Gespräch mit Konstanze Radziwill. Und Bühnenbilder übernehmen eine wichtige Rolle im Theater: „Sie sind die Klammer, unter der das Stück abläuft. Und wenn es wirklich gut ist, kann es zeitlos werden.“ In der Ausstellung fand Firmbach einige Bilder Radziwills, die stark einem Bühnenbild ähnelten. Das Bild „Aus dem Lande der Deutschen“ könne man gar „eins zu eins“ als Bühnenbild nachbauen.

Firmbach gab bei seinem Besuch Einblick in die Abläufe des Oldenburger Staatstheaters hinter den Kulissen. Die Chemie stimme, das Theater sei gut verankert in der Stadt, man decke eine große Bandbreite ab und auch die Qualität stimme. „Das ist eine sehr seriöse Arbeit, mit einem Handwerk, das man lernen muss. Manche Leute haben da sehr naive Vorstellungen und fragen mich: ,Was machen Sie eigentlich vormittags?‘“, erzählte Firmbach.

Mit dem wagnerschen Ring des Nibelungen stehe das Staatstheater derzeit vor einer besonders großen Herausforderung. Eigentlich sei das Oldenburgische Staatstheater nämlich zu klein, um den gesamten „Ring“ auf die Bühne zu bringen.

Da müsse man genau planen, wie man das macht. „Zwar stehen dort meist nur fünf Leute auf der Bühne, aber wenn das Orchester einmal ,Walküre‘ gespielt hat, ist das so, als hätte das Orchester an zwei Abenden gespielt“, erläuterte Firmbach. Das bedeutet: An anderer Stelle muss das Orchester sparsamer oder gar nicht eingesetzt werden.

Gewissermaßen sorgte so Wagner mit seinem Ring dafür, dass in Oldenburg die „Rocky Horror Picture Show“ auf die Bühne kommt. Denn: Das Stück braucht kein Orchester, sondern eine Band – und passt damit perfekt in die Planungen des Theaters und füllt nebenbei noch als bestens besuchtes Theaterstück die Kassen für die Umsetzung des sehr aufwendigen Rings.

Passend zu Radziwills Kunst brachte Firmbach das Modell eines Bühnenbildes für den Ring des Nibelungen mit. Das Besondere an dem Bühnenbild: Es besteht aus mehreren Räumen und dreht sich. Die Schauspieler können so während ihres Auftritts auf der Bühne von einen Raum in den nächsten gehen. „Es ist wie die Kamerafahrt im Film“, erklärte Firmbach.

Christopher Hanraets Varel / Redaktion Friesland
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