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NWZonline.de Region Friesland Kultur

Tatort: Das wäre ein starkes Duo für Varel

12.11.2016

Varel „Die Kommissarin Charlotte Lindholm hätte ich auch gerne einmal auf der Wache.“ Mit einem Augenzwinkern wünscht sich Rainer Schönborn, Leiter des Polizeikommissariats Varel, die Unterstützung der Filmfigur aus dem ARD-„Tatort“. Wohlweißlich, dass die Geschichten in dem Krimi, der an diesem Sonntag seinen 1000. Fall erlebt, nicht immer dem Polizeialltag entsprechen.

Denn eine Beamtin vom Landeskriminalamt (LKA), so wie sie Maria Furtwängler darstellt, ist nur selten auf den kleinen Dienststellen zu finden. „Das habe ich in meiner ganzen Karriere noch nicht erlebt“, sagt Rainer Schönborn. Ohnehin deckt sich die Polizeiarbeit im „Tatort“ nicht immer mit der Realität. „Das sind zwei unterschiedliche Seiten“, betont der Beamte.

Den prügelnden, fluchenden und beleidigenden Horst Schminanski, der dargestellt von Götz George ab Anfang der 80er-Jahre für Furore sorgte, hätte es nicht lange gegeben. „Er wäre schon längst suspendiert worden“, ist sich Rainer Schönborn sicher.

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Die Action in den Filmen hat zugenommen, seit Walter Richter als der eher besonnene Kommissar Paul Trimmel bei der Premiere 1970 den Fall „Taxi nach Leipzig“ löste. Das hat auch Rainer Schönborn festgestellt. Mittlerweile werden dem Zuschauer Leichenberge präsentiert, die der wild um sich schießende Ulrich Tukur produziert, oder „Tatorte“ mit Till Schweiger, in denen viele Explosionen und wilde Verfolgungsfahrten vorkommen. „Das hat mit der Wirklichkeit nichts zu tun.“

Die Geschichten im Fernsehen sind spannend, aber simpel. Nach 90 Minuten ist der Fall gelöst. „Ganz so einfach, wie es im Tatort aussieht, ist es in echten Leben aber nicht“, sagt Schönborn. Denn Polizeiarbeit sei sehr stressig. „Und ein Täter wird zumeist nicht gleich ermittelt, sondern es geht viel Zeit ins Land.“ Manchmal könnten die Ermittler die Gesuchten auch gar nicht festnehmen. Diesen Aspekt blendet der „Tatort“ zumeist aus.

Ab und zu schaut Schönborn etwas neidisch auf seine Film-Kollegen, die bei den Verhören auch mal etwas ruppiger vorgehen oder mitunter unerlaubt in Häuser einsteigen. „Wenn wir so agieren könnten wie im Tatort, würden wir vielleicht noch erfolgreicher sein“, spekuliert er.

Aber die echten Beamten müssen sich streng an die Strafprozessordnung halten. „Sie gibt vor, wie man zu vernehmen hat und was dabei zu beachten ist oder wie man durchsuchen darf“, erläutert Schönborn. Vieles werde zudem auf Antrag der Polizei vom Gericht oder der Staatsanwaltschaft angeordnet: „Im Tatort sieht es dagegen so aus, als ob das ganz leicht wäre.“ Auch dass ein Beamter wie im „Tatort“ alleine irgendwo hinfährt und ermittelt, sei eher ungewöhnlich.

Den Spaß am TV-„Tatort“ hat der Polizeiprofi Rainer Schönborn aber nicht verloren: „Ein Krimi soll ja auch spannend sein. Ich kann ganz gut unterscheiden, was Fiktion ist und wie es in der Realität zugeht.“ Am Sonntag ermittelt ab 20.15 Uhr dann wieder Charlotte Lindholm.


NWZ TV    zeigt einen eigenen Tatort unter   www.nwzplay.de 
Olaf Ulbrich Redaktionsleitung Varel / Redaktion Friesland
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