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NWZonline.de Region Friesland Kultur

Die Kraft der leuchtenden Farben

17.03.2017

Dangast Ein roter Hut, eine karminrote Mütze und ein gelber Kapitänshut leuchten dem Betrachter entgegen. Zahlreiche Bilder des Künstlers Franz Radziwill (1895–1983) leben von ihrer Farbigkeit. Diese hat Kuratorin Birgit Denizel zusammengetragen.

Unter dem Titel „Die Palette des Malers“ haben Denizel und Konstanze Radziwill, Tochter des Malers und zweite Vorsitzende der Franz-Radziwill-Gesellschaft, 24 Werke des Künstlers ausgewählt. An diesem Sonntag, 19. März, wird die Ausstellung eröffnet. Sie ist bis zum 7. Januar 2018 zu sehen.

Die Vernissage findet statt ab 11.30 Uhr im Gasthof zur Linde, Dangaster Straße 96 in Rallenbüschen. Es werden Jürgen Müllenderer von der Radziwill-Gesellschaft, Frieslands Landrat Sven Ambrosy, Eske Nannen von der Kunsthalle Emden sowie Kuratorin Birgit Denizel und Konstanze Radziwill sprechen. Anschließend sind die Besucher eingeladen, die Werke im Künstlerhaus an der Siedelstraße 3 in Dangast zu betrachten. Es gibt noch mehr zu feiern: dieses Jahr wird das Radziwill-Haus 30 Jahre alt.

Im Zentrum der neuen Ausstellung steht der Umgang des Künstlers mit Farbe. „Die Farbe zieht sich durch alle Schaffensphasen hindurch“, erklärt Kuratorin Denizel. Daher seien auch ein breiter Querschnitt an Werken von der Frühzeit bis 1969 zu sehen. Eine Lieblingsfarbe hatte der Maler Franz Radziwill nicht, sagt seine Tochter. Trotzdem verwendete der Maler des magischen Realismus auffällig oft das Wort „Rot“ in seinen Werktiteln. „Die Farbe war für ihn das wichtigste im Bild“, sagt Konstanze Radziwill. Seine Devise sei gewesen: Die Farbe bestimmt das Gemüt, bevor das Werk in seiner Bedeutung interpretiert wird.

„Es war eine der schwierigsten Hängungen, die wir je hatten“, so die Künstler-Tochter. Es sind sehr kleine Werke, wie „Farbglas vor dem Spiegel“ und sehr große Werke wie „Frieden und Unfrieden“. Aber am Ende waren sich Konstanze Radziwill, Birgit Denizel, Gunnar Voigt und Michael Kusmierz einig, welches Bild wo platziert wird.

Auf den Bildern werden unterschiedliche Themen behandelt. Es sind Landschaften, Porträts oder Stillleben. In seinem reifen Werk kombiniert Radziwill die ungemischten Grundfarben Rot, Blau, Gelb mit naturgetreuer Darstellung.

Zudem spielt er mit bunten Flächen und Formen. Er hat flächige Himmel oder einfach eine Raute auf einer Grasfläche als Hingucker hinterlassen. In „Kanallandschaft/Das erste Herbstblatt“ aus dem Jahr 1947 ist beispielsweise eine lila Fläche mitten auf dem Rasen zu sehen. „Sie sieht aus, als wäre sie erst später nachträglich darauf gemalt“, erklärt Denizel.

Anna Lisa Oehlmann Volontärin, 3. Ausbildungsjahr / NWZ-Redaktion
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