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NWZonline.de Region Friesland Kultur

Die Tür zu Varels Untergrund

05.07.2017

Varel Das große Loch im Keller des Heimatmuseums in Varel ist mittlerweile zugemauert. Zu sehen sind noch das jahrhundertealte Mauerwerk und die Angeln der Tür, die das Loch verborgen haben. Löcher wie diese gibt es unzählige in den Kellern in Varels Innenstadt. Sie sind Zeugnisse einer Zeit, als es in Varel ein unterirdisches Gängesystem gab.

„Viele Hausbesitzer in Varels Innenstadt haben ihre Keller durch Gänge miteinander verbunden“, berichtet Hans-Georg Buchtmann, Vorsitzender des Heimatvereins Varel. Nach den verheerenden Bränden im 18. Jahrhundert in Varel sind die Menschen auf die Idee gekommen, vom Keller aus Fluchtwege anzulegen. Sie verbanden ihre Keller mit Türen und gemauerten Gängen mit den Kellern des Nachbarn.

„Fast alle Häuser hatten Reitdächer und beim Brand gab es nach oben kein Entkommen“, weiß Buchtmann. Später habe Graf Bentinck die Reitdächer verbieten lassen.

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Noch bevor die Privatleute auf die Idee gekommen sind, zum Schutz vor Bränden ein unterirdisches Gängesystem einzurichten, gab es diese Gänge schon beim Schloss. Als das Schloss in den 1650er Jahren errichtet wurde, sind mehrere Gänge gebaut worden. Und das nicht nur als Fluchtweg im Brandfall, sondern auch als Schutz vor Belagerung.

„Vom Schloss aus führten gleich mehrere Gänge in die Stadt“, weiß Buchtmann, es handelte sich um gemauerte Röhren, die in Kellern endeten. Reste dieser Röhren wurden beim Abriss des Schüttingtheaters 1996/97 in der Schüttingstraße sowie bei Ausschachtungsarbeiten in der Schlossstraße gefunden.

Heute gibt es keine Reste der Gänge mehr, die vom Schloss wegführten, berichtet Buchtmann, und auch erhaltene Gänge zwischen Privathäusern seien dem Heimatverein nicht bekannt. Lediglich die zugemauerten Türen erinnern an die Zeit, als es in Varel noch unterirdische Gänge gab.

Darum geht es unter anderem auch in der Abendführung, die an diesem Mittwoch ab 19 Uhr im Heimatmuseum am Neumarktplatz in Varel angeboten wird. Hans-Georg Buchtmann und Meinhard Wefer werden den Besuchern von der wechselvollen Geschichte der Exponate erzählen. Anmeldungen sind nicht nötig, der Eintritt ist frei.

Wie die Keller der damaligen Zeit ausgesehen haben, ist auch im Lothar-Meyer-Café an der Obernstraße noch zu sehen. Der Keller, einer der ältesten in Varel, ist vom Café aus durch eine Glasscheibe im Boden zu sehen.  

Haben Sie noch einen Gang aus alten Zeiten, der von Ihrem Keller abgeht? Melden Sie sich beim Gemeinnützigen unter Telefon 04451/99882505 oder red.varel@nwzmedien.de

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Traute Börjes-Meinardus Varel / Redaktion Friesland
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