• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Deals
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • Veranstaltungskalender
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
  • Über uns
 
NWZonline.de Region Friesland Kultur

Hinter Den Kulissen: Die vielen Rollen des Alfons Birner

14.04.2016

Sillenstede Wenn er über Theater spricht, beginnen seine Augen zu leuchten. Manchmal fehlen ihm sogar die Worte – so wunderbar ist Theater für ihn. Er macht viele Späße und sein Lachen steckt an. Alfons Birner ist genau der Richtige für die Bühne.

Vor 13 Jahren hat sich die Theatergruppe „Die Friesenspieler“ in Sillenstede gegründet – und Alfons Birner war von Anfang an dabei. Die allererste Aufführung? „Habe ich noch genau im Kopf“, sagt er: „,Der geliehene Opa‘ – und ich habe da den Opa gespielt.“

In seiner Rolle sollte er so tun, als gehöre er als Leih-Opa in die Familie. „Da habe ich den Laden aber ganz schön aufgemischt“, erinnert er sich und lächelt. Das war genau das Richtige für Alfons Birner, denn „aufmischen“ – das mag er.

Einwilligung und Werberichtlinie

Ja, ich möchte den Corona-Update-Newsletter erhalten. Meine E-Mailadresse wird ausschließlich für den Versand des Newsletters verwendet. Ich kann diese Einwilligung jederzeit widerrufen, indem ich mich vom Newsletter abmelde (Hinweise zur Abmeldung sind in jeder E-Mail enthalten). Nähere Informationen zur Verarbeitung meiner Daten finde ich in der Datenschutzerklärung, die ich zur Kenntnis genommen habe.

Auf seine Rolle als Opa folgten viele weitere: Er spielte einen Metzger, einen Diener, natürlich auch eine Frau. Was seine Lieblingsrolle war, kann er gar nicht so genau sagen. „Ich mochte alle, denn jede steht für sich. Und ist es noch die kleinste Rolle – für den Akteur ist das die Hauptrolle“, meint er.

Im Februar und März 2016 stand er für die Friesenspieler im Schwank „Hannes ist der Beste“ auf der Bühne. Alfons Birner war Hannes, die gutmütige treue Seele – Hauptperson der Komödie.

Nur schwer kann Hannes Birner erklären, was ihn am Theaterspielen reizt. „Da sind einmal die Schauspieler selbst, wir sind so eine tolle Theater-Familie“, sagt er: „Jeder bringt sich ein, entwickelt Ideen, die wir dann umsetzen.“

Lob streichelt die Seele

Und dann ist da natürlich noch das Publikum, das sich freut, lacht und applaudiert. Ein schönes Gefühl, findet Birner. Noch schöner ist, wenn hinterher jemand die Aufführung lobt. „Das hält uns aufrecht.“

Angefangen hatten die Friesenspieler mit vier Vorführungen, inzwischen spielen sie neun. Das liegt am enormen Zuspruch. „Wahnsinn, was für positive Resonanzen wir oft bekommen“, freut sich Birner.

Obwohl er mittlerweile viele Jahre Bühnenerfahrung hat, kämpft Alfons Birner noch immer mit Lampenfieber: „Etwa drei Tage vor dem Auftritt werde ich nervös“, gibt er zu. „Aber sobald ich ins Kostüm schlüpfe, auf der Bühne stehe und das Publikum vor mir sehe, ist alles verflogen.“ Dann geht er soll in seiner Rolle auf.

Das funktioniert aber nicht ohne Vorbereitung – und die nimmt Birner ganz genau. „Wenn ich mein Skript bekomme, lese ich es mindestens fünfmal durch“, erzählt er. Dann macht er sich Stichpunkte. „Alle Ideen, wie etwas gespielt werden kann, notiere ich – etwa ob ich stehen, sitzen oder hinfallen sollte.“

Vom Auswendiglernen hält Alfons Birner nicht viel. „Ich muss mich genau in die Rolle hineinversetzen.“ Viel wichtiger als das Wort sind für ihn Mimik und Gestik. Auf Plattdeutsch, findet Birner, kann man vieles lustig ausdrücken. Aber die Friesenspieler spielen hochdeutsch. „Da muss man schon mit anderen Mitteln lustig wirken.“

Von den Proben bis zur letzten Vorstellung passieren auf der Bühne der Friesenspieler allerhand lustige Sachen. „Aber wenn mir zum Beispiel die Hose reißt, dann, weil das so sein soll – ich provoziere das“, meint Birner und lacht. Die allerletzte Vorstellung sei stets die Lustigste, so sagt man unter Theaterleuten. Denn da passiert der meiste Blödsinn.

Nicht nur Blödsinn

Lustige Situationen einfach noch mehr übertreiben, das ist für Alfons Birner richtiges Theater. „Aber man muss natürlich auch seine Grenzen kennen. Wir machen nicht nur Blödsinn – die Zuschauer sollen schließlich auch etwas geboten bekommen“.

Und trotzdem steht der Spaß ganz vorn. „Heute passiert so viel Schlimmes. Da ist es doch umso schöner, wenn man sich einfach mal zwei Stunden fallen lassen kann“, sagt Birner.

Antje Brüggerhoff Agentur Hanz / Redaktion Jever
Rufen Sie mich an:
04461 965312
Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.