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NWZonline.de Region Friesland Kultur

Applaus Für „vielen Dank Jever“: Dieser Film rührt die ganze Stadt

03.02.2017

Jever Tränen in seinen Augen verrieten: Mit solch einer Resonanz hatte Basel Mansour nicht gerechnet. Der Regisseur aus Syrien, der mit seiner Familie aus der Heimat geflüchtet ist, hat am Mittwochabend seinen selbstgedrehten Film „Vielen Dank Jever“ gezeigt – mit Erfolg.

Wie berichtet, hat Mansour mit der Unterstützung vieler Jeveraner einen Film über die Stadt gedreht, über die Menschen, die den Flüchtlingen helfen, sich hier wohl zu fühlen – und auch über die Geschichte der Stadt. Geld wollte Mansour dafür nicht haben. Denn er und seine Familie möchten sich mit dem Film einfach nur für die herzliche Aufnahme bedanken.

Lange Schlange

Und das kam gut an: Schon lange vor Beginn des Films hatte sich eine lange Schlange vor dem jeverschen Kino gebildet, es gab reichlich Gedrängel – jeder wollte Mansours Film sehen. Viele mussten leider draußen bleiben, deshalb wurde kurzfristig entschieden, dass der Film direkt im Anschluss ein zweites Mal gezeigt werden sollte. Eine weitere Vorstellung beginnt an diesem Freitag um 18.15 Uhr.

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„Ich freue mich, dass so viele gekommen sind“, sagte Mansour vor Beginn des Films. „Ich sehe viele Menschen hier, die ich schon ins Herz geschlossen habe.“

Wilfried Lose war einer der Zuschauer, der sich zur ersten Vorstellung einen Platz sichern konnte. „Ich bin sehr gespannt auf den Film und darauf, sehen zu können, wie Jever aus der Sicht eines syrischen Regisseurs dargestellt wird“, sagt Lose. „Über den großen Andrang wundere ich mich nicht. Wir sind schließlich alle betroffen und haben alle Kontakt zu den geflüchteten Menschen.“

Auch der Vorsitzende der Integrationslotsen, Gerd Weber, freute sich auf den Film: „Denn darin spielen ja auch einige Lotsen mit“, sagt Weber. Das wollte er sich nicht entgehen lassen. „Ich bin stolz auf die Arbeit der Lotsen.“

Drei, die sich besonders um die Familie Mansour kümmern, sind Nachbar Chris­toffer Groninger sowie das Lotsen-Paar Enne und Harro Freese – sie spielen auch drei Hauptrollen im Film. So spricht Enne Freese mit der Familie und ganz besonders mit Sohn Bayhas über das Leben früher in Syrien und das Leben heute in Jever. All das ist eingewebt in eine emotionale Geschichte, die zu Tränen rührt, aber auch für einige Lacher sorgt.

Reichlich Jubel

Dann, noch während des Abspanns des etwa 70 minütigen Films, beginnt der Applaus. Ein langer, scheinbar nicht endender Applaus, dazu war reichlich Jubel zu hören. „Es ist wirklich beeindruckend, was und wie Basel Mansour den Film gedreht hat“, sagt Bettina Steinhöfel. „Man merkt, wie dankbar diese Familie ist – nicht nur, wie sie hier in Jever aufgenommen wurden, sondern auch, dass sie überhaupt noch am Leben sind und Krieg und Flucht überstanden haben.“

Während Bettina Steinhöfel und die anderen Besucher den Kinosaal verlassen, warten schon die nächsten gespannt vor der Tür. „Ich kenne die ganze Familie Mansour, ich unterrichte die Tochter Jawa, die auch im Film mitspielt“, sagt Janna Behrendt-Bär, die darauf wartet, ins Kino zu können. „In die erste Vorstellung bin ich nicht mehr reingekommen, aber ich bin extra wiedergekommen – das möchte ich mir nicht entgehen lassen.“

So auch Hans-Christoph Reesing, der ebenfalls extra wiedergekommen ist. „Ich hatte in der Zeitung von dem Film gelesen und sofort stand fest: den muss ich sehen“, sagt er. „Denn mir war klar: Dieser Film kommt von Herzen.“

Video

Antje Brüggerhoff Agentur Hanz / Redaktion Jever
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