• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Deals
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • Veranstaltungskalender
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
  • Über uns
 
NWZonline.de Region Friesland Kultur

Heimatgeschichte: Dorf erinnert an seine jüdischen Nachbarn

23.03.2013

Neustadtgödens Neustadtgödens leuchtet an diesem Wochenende in einem ganz besonderen Licht. Etwa 30 Häuser im Ortskern sind mit blauem Licht illuminiert und laden zum Rundgang durch einen der schönsten Orte Frieslands ein. Sie sind quasi der äußere Teil einer ganz besonderen Ausstellung im Landrichterhaus. Sie zeigen im 75. Jahr nach der Pogromnacht der Nationalsozialisten im November 1938, wo vor dieser Zeit jüdische Familien gewohnt haben und erinnern an die über Jahrhunderte hinweg gute Nachbarschaft zwischen den Glaubensgemeinschaften im Ort.

Ganz bewusst habe man sich dafür entschieden, nicht die Verfolgung der Juden in den Mittelpunkt der Ausstellung zu stellen, sondern die gute Nachbarschaft zwischen Menschen unterschiedlicher Religionen, die hier im Ort seit dem 17. Jahrhundert selbstverständlich gewesen sei. Das hob Professor Dr. Antje Sander vom Zweckverband Schlossmuseum Jever, zu dem auch das Museum im Landrichterhaus gehört, beim Festakt in der voll besetzten evangelisch-lutherischen Kirche in Neustadtgödens in ihrem Grußwort hervor.

Juden seien im Bereich der Ostfriesischen Halbinsel nie gezwungen worden, in gesonderten Stadtvierteln zu leben. So war es in Neustadtgödens selbstverständlich, dass neben der jüdischen Familie eine evangelisch-lutherische oder eine evangelisch-reformierte Familie wohnte und auf der gegenüberliegenden Straßenseite eine mennonitische oder eine katholische Familie wohnte. Und Juden seien immer geachtete Mitbürger und Nachbarn gewesen.

Einwilligung und Werberichtlinie

Ja, ich möchte den täglichen NWZonline-Newsletter erhalten. Meine E-Mailadresse wird ausschließlich für den Versand des Newsletters verwendet. Ich kann diese Einwilligung jederzeit widerrufen, indem ich mich vom Newsletter abmelde (Hinweise zur Abmeldung sind in jeder E-Mail enthalten). Nähere Informationen zur Verarbeitung meiner Daten finde ich in der Datenschutzerklärung, die ich zur Kenntnis genommen habe.

„Um Kinder und Hühner hat es schon mal Streit gegeben, um den Glauben nie“, erinnerte sich Hilke Arnold vom Heimatverein an die Aussage einer älteren Neustadtgödenserin, die die Zeit vor 1938 noch erlebt hat.

Beeindruckt zeigte sich auch Reinhold Robbe, Schirmherr der Ausstellung und Präsident der Deutsch- Israelischen Gesellschaft, von der von Stefan Horschitz erarbeiten Konzeption . „Eine gelebte Erinnerungskultur ist eine unverzichtbare Grundlage für Versöhnungsarbeit nach den Schrecken der Nationalsozialistischen Zeit“, sagte er.

Mit dieser Ausstellung werde die Aufarbeitung der Geschichte sehr ernst genommen und gerade für die junge Generation sei es sehr wichtig, diese Zusammenhänge nicht aus dem Auge zu verlieren, hob Ari Eisel von der jüdischen Gemeinde Oldenburg hervor, der zusammen mit Oldenburgs Rabbiner Tobias Jona Simon an der Eröffnung teilnahm.

UMFRAGE
Machen Sie mit beim großen Friesland-Check. Was gefällt Ihnen an Ihrer Gemeinde/Stadt und wo sehen Sie Verbesserungspotential?

Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.