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NWZonline.de Region Friesland Kultur

Kunsthalle Emden ehrt Jan Oeltjen aus Jaderberg

20.12.2014

Jaderberg 30 Arbeiten des aus Jaderberg stammenden Malers Jan Oeltjen (1880 bis 1968) sind zurzeit in der Kunsthalle Emden zu sehen. Eine späte (und hohe) Ehrung für den Künstler und auch für das Künstlerhaus Jan Oeltjen in Jaderberg, wo das umfangreiche Schaffen Jan Oeltjens gewürdigt wird.

Die Hauptausstellung in Emden ist dem dänischen Künstler Asgar Jorn gewidmet. In einem kleinen Saal der Kunsthalle werden 15 Gemälde von Oeltjen gezeigt. Auf der Empore werden 15 Kriegsaquarelle von Oeltjen ausgestellt. Oeltjen war 1915 in das 2. Bayrische Landwehr-Infanterieregiment einberufen worden. Er war unter anderem an der Westfront Soldat, und zwar in den Vogesen, wo Oeltjen am umkämpften Lingekopf stationiert war. Es entstanden eine Reihe von Aquarellen, die Bildnisse von Kameraden zeigen, auch die vom Krieg entstellte Landschaft. Insgesamt 300 Kriegsaquarelle sind überliefert. Im Frühjahr 1917 wurde seine Einheit nach Litauen verlegt. Dort, und zwar im April 1918 wurde Oeltjen Zeuge eines Eismassenalarms auf der Düna, den er künstlerisch und im Tagebuch verarbeitete.

Zurück zur Ausstellung: Sie wurde gemeinsam von Kunsthalle und Künstlerhaus erarbeitet. Aus einer Vorauswahl von 50 Arbeiten wählte Kuratorin Dr. Katharina Henkel 15 Werke aus, die eine chronologische Übersicht über das Werk des Malers ermöglicht. Die Bilder stammen von privaten Leihgebern, vom Oldenburger Landesmuseum, dem Stadtmuseum, der Hüppe-Stiftung und dem Künstlerhaus Jan Oeltjen.

Geöffnet ist die Schau dienstags bis freitags 10 bis 17 Uhr, sonnabends, sonn- und feiertags 11 bis 17 Uhr. Eine öffentliche Führung gibt es am Donnerstag, 8. Januar, 18 Uhr mit Volker Maeusel.

Jan Oeltjen (1880 bis 1968) BILD: Archiv

Biografie eines Künstlerlebens: Jan Oeltjen

1880 Geburt in Jaderberg (Eltern Gerd und Helene Oeltjen) als ältestes von fünf Kindern

1886 Schulbesuch in Jaderberg und Varel, später Oberrealschule Oldenburg

1895 Tod des Vaters, Jan Oeltjen ist Hoferbe

1900 Studium der Architektur in Hannover, im gleichen Jahr Wechsel an die Malschule Franz Lippisch Berlin; Reisen in Europa

1909 Heirat mit der Malerin Johanna Feuereisen, 1910 Geburt der Tochter Leni, erste Ausstellungsbeteiligungen

1910 Oeltjen lernt Elsa Kasimir kennen

1911 Heirat mit Elsa Kasimir, Trauung in Jade, Erwerb eines Weinguts in Varea (Pettau, heute Ptuj,Slowenien)

1912 Geburt der Tochter Ruth

1915 bis 1918 Soldat

1919 bis 1930 Elsa und Jan Oeltjen leben in Jaderberg

1925 Entstehung des Altarbilds in der Trinitatis-Kirche Jade

1930 bis 1944: Familie Oeltjen lebt in Varea

1937/38 Freskoauftrag der Gauleitung im Oldenburgischen Landtag

1941/42 Auftrag für „Kampf der Stedinger in Altenesch“, Landesmuseum Oldenburg

1944 Tod Elsa Oeltjens in Varea

1945 Internierung, Enteignung

1947 Oeltjen wird jugoslawischer Staatsbürger

1950 Ausstellung in Oldenburg

1953 Oeltjen darf erstmals Jugoslawien verlassen, weitere Ausstellungen in Deutschland folgen

1968 Jan Oeltjen stirbt in Ptuj (Jugoslawien)

Hans Begerow
Leitung
Politik/Region
Tel:
0441 9988 2091

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