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NWZonline.de Region Friesland Kultur

Geburtstag: Ein Mann mit Weitblick und Engagement

01.04.2016

Zetel Ein allseits bekannter Zeteler feiert heute seinen 90. Geburtstag. Es ist ein bewegtes Leben, von dem Heinz Sopalla erzählen kann.

Am 1. April 1926 wurde er im oberschlesischen Gleiwitz geboren. Nach seiner 13-jährigen Schulzeit wurde der junge Mann in einem strengen Auswahlverfahren für fähig befunden, eine Lehrerbildungsanstalt zu besuchen. Doch ein Jahr vor Kriegsende wurde auch er eingezogen und an die Ostfront geschickt. Als Soldat wurden er und seine Kameraden von den Russen eingekesselt, später von den Amerikanern gefangen genommen und bei den Engländern inhaftiert.

„Glücklicherweise habe ich diese Hölle überlebt“, sagt Heinz Sopalla. Er hatte zwischenzeitlich erfahren, dass seine Schwester als Luftwaffenhelferin während des Krieges in Zetel Dienst tun musste und nun dort lebte. Deshalb kam er nach seiner Entlassung aus der Kriegsgefangenschaft im August 1945 in die Friesische Wehde.

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Unterkunft fand er bei einem Landwirt, dem er auch auf dem Hof half, um etwas Geld zu verdienen. Seine bisherige Lehrerausbildung wurde nach dem Krieg nicht anerkannt, deshalb war ein erneutes Studium notwendig. Doch Studienvoraussetzung war damals eine abgeschlossene Berufsausbildung.

221 D-Mark Gehalt

Darum machte Heinz Sopalla eine landwirtschaftliche Gehilfenprüfung, die er erfolgreich abschloss und somit ein zweijähriges Studium in Oldenburg beginnen konnte. Am 2. Oktober 1948 heiratete Heinz Sopalla seine Ehefrau Hanna. Schließlich fand er im Jahre 1953 seine erste Stelle als Lehrer an der Schule Grünenkamp. „Goldene Zeiten waren das allerdings nicht, mein erstes Gehalt betrug 221 D-Mark“, erinnert sich der Jubilar.

1959 konnte er an die Grundschule Zetel wechseln und war dort von 1966 bis zur Verabschiedung in den Ruhestand 1989 auch Konrektor. Vieles, was heute an Schulen üblich ist, hatte Heinz Sopalla schon früher eingeführt. „Wir wollten neue Wege gehen, hatten gekocht, gebacken und Ausstellungen organisiert“, freute er sich über seine innovativen Ideen.

Neben seiner langjährigen Lehrertätigkeit ist Heinz Sopalla vor allem auch als Freund und Förderer des Sports in der Gemeinde bekannt. Schon als Neuankömmling war er begeisterter Fußball- und Handballspieler und wurde Mitglied im TuS.1961 übernahm er die Leitung des Turn- und Sportvereins Zetel, den er in seinen 37 Jahren als 1. Vorsitzender mit großem Geschick und persönlichem Engagement zu der Bedeutung führte, die der TuS heute im Ort besitzt.

Aus anfänglich 187 Mitgliedern wurden während seiner Amtszeit, die bis 1998 dauerte, 1445 Mitglieder. Ihm gelang es, das Sportabzeichen weiter auszubauen und den Goldenen Fisch sowie den Goldenen Schuh in Zetel einzuführen. 1963 übernahm er die Leitung des Gemeindejugendrings, mit damals sieben Gruppen, und es gelang ihm, daraus 33 interessante Jugendgruppen aufzubauen.

Zudem verfügte Heinz Sopalla in seiner Dreierfunktion als TuS Vorsitzender, Sportausschuss-Mitglied in der Gemeinde und Leiter des Gemeindejugendringes über den Weitblick und die Kontakte, um den TuS als Großverein auf den Weg in die Zukunft zu führen.

Auch den Ausbau der Badeanstalt Driefeler Esch hatte er während seiner Amtszeit maßgeblich vorangetrieben. Aufgrund seines unermüdlichen Einsatzes wurde er zum stellvertretenden Vorsitzenden des Kreissportbundes Friesland gewählt und war viele Jahre Sportabzeichenbeauftragter des Landkreises.

Leidenschaft für Malerei

Trotz all seiner gesellschaftlichen Tätigkeiten fand Heinz Sopalla immer wieder Zeit für sein Hobby, die Malerei. Angefangen hatte er damit während seines Lehrerstudiums, er belegte auch den Kunstkurs. „Zuerst entstanden nur Bleistift- und Federzeichnungen, weil es keine Farben zu kaufen gab“, erinnert sich der Hobbymaler. Heute schmücken viele farbenfrohe Gemälde seine Wohnung und die von vielen Freunden.

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