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NWZonline.de Region Friesland Kultur

Eine Bilanz nach 80 Jahren

10.01.2006

SCHORTENS Der Schortenser hat seinen Lebensbericht geschrieben. Die Aufzeichnungen waren zunächst nur für die Familie geplant, nun ist ein Buch daraus geworden.

Von Oliver Braun SCHORTENS - Die Marine hat in diesem Jahr viel Grund zum Feiern – die Flotte wird 50 Jahre alt. Grund zum Feiern hat auch Dr. Hartmut Nöldeke aus Schortens – der ehemalige Marinearzt feiert heute seinen 80. Geburtstag. „Das ist ein gutes Alter, um Bilanz zu ziehen“, sagt der pensionierte Mediziner. Seine Lebensbilanz ist jetzt als Buch erschienen. „Gegenwind und Rückenwind“ heißt sie und beschreibt 80 Lebensjahre im Umfeld der Marine.

Ursprünglich hatte der Schortenser geplant, seine Sicht der Dinge, seine Jugend, seinen beruflichen Werdegang und die Entwicklung seiner Familie nur für die eigenen Kinder und Enkelkinder aufzuschreiben. Doch es entstand ein Werk, in dem Nöldeke als Zeitzeuge auf seine Jugend im Dritten Reich, auf Krieg und Gefangenschaft zurückblickt und in dem er die kargen Verhältnisse im Nachkriegsdeutschland beschreibt. „Meine Generation hat eine stürmische Entwicklung in Europa miterlebt“, so Nöldeke.

In seinen Lebensbericht eingebunden hat der ehemalige Flottenarzt Begegnungen mit Persönlichkeiten aus seinem soldatischen und medizinischen Umfeld und natürlich die Auseinandersetzungen um die Struktur des Sanitätswesens.

So ist Nöldekes „Gegenwind und Rückwind“ einerseits die geplante Familienchronik geworden, anderseits aber auch aufschlussreiche Fach-Lektüre für die Marine im Allgemeinen und ihren Sanitätsdienst im Besonderen.

Es ist ein Lebenslauf, der dem Jubilar quasi in die Wiege gelegt war: Nöldeke kam am 10. Januar 1926 im Marinelazarett in Cuxhaven zur Welt. Auch sein Vater war Marinearzt. Seine Kindheit verbrachte er in Wilhelmshaven, Berlin und in Leipzig. Nach seemännischer Ausbildung auf der Ostsee begann er 1944 sein Medizinstudium in Straßburg und geriet nach kurzen Einsätzen auf Lazarettschiffen für kurze Zeit in Gefangenschaft. Wieder in der Heimat setzte Nöldeke sein Studium fort und ließ sich an Hamburger Kliniken ausbilden.

Bei der Bundeswehr war Nöldeke u.a. Chef der Marinesanitätsstaffel in Glücksburg und Wilhelmshaven, später Kommandeur des Sanitätsregiments 74 und zuletzt Kommandoarzt des Marineunterstützungskommandos in Wilhelmshaven. Am Freitag und Sonnabend ist dem ehemaligen Flottenarzt ein Festkolloquium in Wilhelmshaven gewidmet, das sich mit der Geschichte der Schifffahrts- und Marinemedizin befasst.

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