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NWZonline.de Region Friesland Kultur

Eine Stimme für äthiopische Waisenkinder

28.07.2014

Varel Auf eine musikalische Reise durch Musical, Filmmusik, Operette und geistliche Musik haben Sopranistin Beatrix Mosqueda-Steinhoff und Pianist Martin Meyer das Publikum bei einem Wohltätigkeitskonzert in der Alten Kirche Osterstraße mitgenommen. Mehr als 100 Zuhörer waren gekommen, um die Sängerin und den Pianisten zu erleben. Sie brauchten es nicht zu bereuen: Mit modernen Klassikern von George Gershwin, einem Solo aus dem Musical „Sunset Boulevard“ von Andrew Lloyd Webber, Blues à la Cole Porter interpretierte die Sängerin Kompositionen des 20. Jahrhunderts. Mit drei geistlichen Liedern (u.a. „Du bist mein Zufluchtsort“), voller Hingebung vorgetragen, zeigte sie eine weitere Facette ihrer wunderbaren Stimme.

Temperamentvoll und eindrucksvoll ihre Interpretation aus Operetten von Franz Lehar, darunter ein mit Beifallssturm bedachtes „Meine Lippen, die küssen so heiß“, dem ein weiteres Kuss-Thema voranging: „Il Bacio“ (der Kuss) von Luigi Arditi, noch leidenschaftlicher vorgetragen. Dazwischen unterhielt Pianist Martin Meyer mit Klassikern solcher Programmabende: Debussys „Claire de Lune“ verzauberte das Publikum wie der turbulente Hochzeitstag auf Troldhaugen von Edvard Grieg und der „Amerikaner in Paris“ von George Gershwin. Es gab auch etwas für das Auge: dem bodenlangen Abendkleid mit kleiner Schleppe folgte im zweiten Teil das knöchellange, mit dem die Sängerin passend zu Operettenmusik auch Tanzschritte und einen Part sitzend auf dem Flügel einstreuen konnte.

Dazu gab es Informationen der Sopranistin über Waisen in Äthiopien, für die sich mit ihrem Tukul-Verein engagiert. Das amharische Wort Tukul bedeutet Rundhaus, und das drückt den Vereinszweck aus, Kindern ein Heim zu geben. Die Sängerin, die erstmals 2005 nach Äthiopien kam, engagiert sich für die Ausbildung und Betreuung von äthiopischen Kindern. Einmal im Jahr besucht sie den Ort Awassa, um sich von der Verwendung der Gelder zu überzeugen.

Die Alte Kirche eignet sich als Kulturzentrum, man muss aber auch sagen, dass die Akustik verbesserungsfähig ist, was nichts mit der außerordentlich Qualität der beiden Musiker zu tun hat. Sie erhielten verdienten und stürmischen Applaus, den sie mit zwei Zugaben honorierten.

Hans Begerow Leitung / Politik/Region
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