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NWZonline.de Region Friesland Kultur

Leidenschaft: Einfach drehen – so einfach ist es nicht

28.08.2010

ZETEL An diesem Wochenende hat Gerold Bülthoff ausnahmsweise einmal frei. Ansonsten ist der 79-jährige Zeteler mit seinen Orchesterkollegen aus Hunte und Rhauderfehn zwischen Steinhude und Oldenburg unterwegs. Selbst in Österreich, Frankreich und Holland hatten die fünf Mitglieder der Gruppe „Musica romantica“ schon Engagements – mit ihren Drehorgeln.

Als sein Vater aus dem aktiven Dienst bei der Feuerwehr verabschiedet wurde, hatte Gerold Bülthoff mit einer Drehorgel-Attrappe für Unterhaltung gesorgt. Den gelernten Elektromaschinenbauer, der später beim Gas- und E-Werk in Wilhelmshaven tätig war, muss das „Instrument“ so beeindruckt haben, das er sich eine „richtige Drehorgel“ kaufte, als er Rentner wurde. Mit dem einfachen Drehen ist es allerdings nicht getan. „Man muss das Musikstück kennen, das ist ganz wichtig“, sagt Bülthoff, „wenn beispielsweise lautere Stellen drin sind, muss man schneller drehen“.

Nun geht allerdings manchmal etwas kaputt an so eine Drehorgel. Um sie reparieren zu lassen hätte der Zeteler jedes Mal nach Göttingen fahren müssen. Das war ihm auf Dauer zu aufwendig – also begann er, die Reparaturen selbst vorzunehmen. Und weil das so gut klappte, bestellte er sich im Schwarzwald einen Drehorgel-Bausatz, „um mehr in die Technik reinzukommen“. Ein zweiter Bausatz für für eine größere Orgel folgte, und schließlich nahm sich Gerold Bülthoff vor, selbst eine Orgel zu bauen, mit allem was dazu gehört. „Auch das Innenleben habe ich selber gemacht“, berichtet er. An die Arbeit ging er, wenn er Lust dazu hatte und nach anderthalb Jahren war das Werk vollbracht. Den Eigenbau kann er in seinem Orchester allerdings nicht nutzen, in so einer Formation müssten alle Drehorgeln vom selben Hersteller sein, weiß der 79-Jährige. „Das, was wir machen, ist schon etwas Besonderes, die Leute kennen ja ansonsten nur Einzelspieler“, erklärt Bülthoff und auch die Orgeln sind etwas Besonderes, die eine spielt die Geigen, die andere das Schlagzeug beispielsweise.

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Schon mehrfach endeten die häufigen Auftritte für Gerold Bülthoff im Krankenhaus, weil sein Kreislauf nicht mehr mitspielte. „Das kann schon mal passieren, wenn man den ganzen Tag an der Drehorgel steht“, sagt der Zeteler gelassen. Inzwischen hat sein Arzt ihm Stützstrümpfe verschrieben, „seither geht es besser“, lautet die Erfahrung. Und sollte der Kreislauf dennoch wieder streiken, würde Gerold Bülthoff mit seinem Orchester trotzdem zu Auftritten fahren – wie an fast jedem Wochenende im Jahr.

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