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NWZonline.de Region Friesland Kultur

Empfang mit vielen Nachfahren

23.09.2014

Jever Zahlreiche Nachkommen der jeverschen Familie Gröschler sowie ein Großneffe des legendären Fritz Levy, „letzter Jude von Jever“, erwarten Professor Dr. Antje Sander, Leiterin des Schlossmuseums Jever, sowie Regionalhistoriker Hartmut Peters, der Arbeitskreis „Juden in Jever“ und der Jeverländische Altertums- und Heimatverein um Volker Landig zur feierlichen Namensgebung für das „Zentrum für jüdische Geschichte und Zeitgeschichte der Region“ in Jever.

Wie berichtet, soll die neue Einrichtung, die seit Frühjahr an der Großen Wasserpfort­straße 19 zu finden ist, den Namen „Gröschler-Haus“ tragen und damit an Hermann und Julius Gröschler erinnern, die letzten Vorsteher der jeverschen Synagogengemeinde, die im KZ ermordet wurden.

Die Namensgebung beginnt am Sonntag, 28. September, um 11 Uhr mit einem Empfang im Audienzsaal des Schlosses. Grußworte werden Frieslands stellvertretende Landrätin Marianne Kaiser-Fuchs, Jevers Bürgermeister Jan Edo Albers und der Vorstand der jüdischen Gemeinde Oldenburg sprechen.

Für die musikalische Umrahmung sorgen Bernd Albers (Perkussion), Iko Andrae (Gesang, Gitarre) und Eckhard Harjes (Gesang, Gitarre), Volker Landig übernimmt die Moderation.

Gegen 12.30 Uhr findet die offizielle Namensgebung „Gröschler-Haus“ am Ort der zerstörten Synagoge an der Großen Wasserpfortstraße 19 statt. Das Schlossmuseum bittet um Anmeldung per E-Mail an info@schlossmuseum.de oder unter Tel. 04461/9693542.

Das „Gröschler-Haus“ soll am Standort der jeverschen Synagoge, die am 9. November 1938 von Jeveranern angezündet und zerstört worden war, einen Informationsort für jüdische Geschichte in der Marienstadt und in der Region bieten.

Zu sehen gibt es dort zurzeit die Ausstellung zur Geschichte der Juden Jevers, die zuletzt 2006 in der Stadtkirche präsentiert und vom Arbeitskreis „Juden in Jever“ erarbeitet wurde. Die Ausstellungstafeln werden bis zur Erarbeitung und Fertigstellung einer neuen Ausstellung übergangsweise gezeigt.

Auch wird mit Fotos über den kürzlich gefundenen Keller an der Fundamentaußenmauer der Synagoge informiert. Dort befindet sich die einstige Mikwe, das Ritualbad. Der Keller selbst kann allerdings aus Versicherungsgründen nicht betreten werden.

Geöffnet ist das Gröschler-Haus jeden Dienstag und Freitag von 10 bis 12 Uhr sowie donnerstags von 15 bis 18 Uhr.

Melanie Hanz
Agentur Hanz
Redaktion Jever
Tel:
04461 965311

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