• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Region Friesland Kultur

Ersatz für Korea-Tanne und Kirschlorbeer

05.05.2012

JEVER Als Ingeborg Kuhle und Wilfried Miethke vor neun Jahren ihr Haus an der Karl-Fissen-Straße in Jever gekauft haben, haben sie auch einen mit viel Liebe angelegten Garten übernommen. „Das schöne Grundstück war ein wichtiger Grund für die Kaufentscheidung“, sagt Ingeborg Kuhle, die den Garten mit ihrem Lebensgefährten liebevoll pflegt und teilweise auch neu gestaltet hat. „Doch es gibt noch Bereiche, die uns nicht gefallen“, sagt sie. Deshalb hat sie sich bei der Aktion „NWZ -Gartenprofi“ beworben – und ist als fünfte von zehn Lesern ausgewählt worden.

So sei ihr eine große Tanne ein Dorn im Auge. „Sie nimmt uns zwar kein Licht, ist aber sehr dominant und stört mit ihren ausladenden Ästen auch bei der Rasenpflege“, berichtet Ingeborg Kuhle. Bei dem knapp fünf Meter hohen Baum handelt es sich nach Auskunft von Landschaftsgärtner Jens Gerdes von gleichnamigen Fachbetrieb in Jever, der die NWZ -Aktion als Experte begleitet, um eine Korea-Tanne, die viel Platz und Licht brauche. Da die Lebenserwartung solcher Tannen aber ohnehin begrenzt sei, spreche nichts dagegen, den Baum zu entfernen. Aufgrund der Größe müsse das Wurzelwerk aber möglicherweise mit einer speziellen Maschine ausgefräst werden.

Statt des Baums könne eine Gehölzgruppe mit Flieder, Blutpflaume, Goldregen und einem weiß-panaschierten Ahorn gepflanzt werden. Überhaupt sei es sinnvoll, den großen immergrünen Rahmen, den der Garten an der Grundstücksgrenze mit seinen vielen Buchsbäumen, Eiben und Lebensbäumen bietet, durch Farbakzente aufzulockern. Unterhalb der immergrünen Pflanzen gibt es derzeit viel nackte Erde, die aufwendig von Unkraut befreit werden muss. Um den Pflegeaufwand zu verringern und für Abwechslung zu sorgen, könnten hier Bodendecker wie gelb blühende Waldsteinia oder blau blühende Vinca gepflanzt werden.

Da Ingeborg Kuhle die Farbe Weiß gerne mag, empfiehlt ihr Gerdes auch so genannte Schneeball-Hortensien, die – wie der der Name es sagt – weiße ballförmige Blüten haben und als sehr widerstandsfähig gelten. Sie könnten zwei Kirschlorbeer-Sträucher ersetzen, mit denen sich Ingeborg Kuhle und Wilfried Miethke ebenfalls nie so richtig anfreunden konnten.

Sorgen bereiten den Gartenfreunden ihre Rosen, von denen viele im Winter gelitten haben (siehe Info-Kasten).

Eine von Ingeborg Kuhles Lieblingspflanzen ist der Buchs, der sich in allen Größen und Formen findet. Mindestens 70 Buchsbaumpflanzen seien im Garten verteilt. Eine ganze Buchsbaumgruppe findet sich in einem kleinen Beet vor dem Haus. Und auch hier hat Jens Gerdes einen Tipp: Man könne die noch bestehenden Lücken zwischen den Pflanzen mit weiteren Buchsbäumen schließen und nach japanischem Vorbild eine elegante Wolkenlandschaft formen, indem man die gesamte Buchs-Gruppe wellenförmig schneidet. Wichtig sei, Pflanzen mit Pilzbefall sofort zu entfernen, weil sich die Krankheit schnell übertragen könnte.

Viele Rosen haben durch den Kälteeinbruch im Februar gelitten. Jens Gerdes empfiehlt, auch scheinbar erfrorene Pflanzen jetzt radikal herunterzuschneiden. Oft würden sich die Rosen erholen und neu austreiben. Dies sei ein möglicher Neuanfang, um eine neue, kompakte Pflanze zu erziehen.

Als Frostschutz eignet sich zwar Rindenmulch, allerdings hat die Humifizierung des Mulchmaterials die Eigenschaft, den Boden zu versauern. Der hiesige kalkreiche Kleiboden sei für Rosen gut geeignet. Außerdem wirkt Rindenmulch stickstoffzehrend und es ist somit wichtig, gemulchte Flächen mit stickstoffbetonten Düngern zu verbessern.

Eine Abdeckung aus Stroh ist deshalb sinnvoller. Außerdem ist es auch ratsam, alle Gehölze, insbesondere hohlstielige Rosen, niemals vor dem zu erwartenden Winter zurückzuschneiden, sondern erst nach den starken Frösten.

Ulrich Schönborn Chefredakteur (komm./ViSdP) / Chefredaktion
Rufen Sie mich an:
0441 9988 2004
Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.