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NWZonline.de Region Friesland Kultur

Leidenschaft: Freizeit verbringt er im Jahr 1950

15.08.2015

Neuenburg Als Claas Penning im Jahr 2013 in eine Garage in der Nähe von Königsberg schaute, stand dort ein Wrack. Doch der Fachmann sah nicht den Haufen Schrott, sondern ein Juwel der Automobilgeschichte mit geheimnisvoller Vergangenheit und schillernder Zukunft. Claas Penning kaufte das, was noch übrig war von dem Rennwagen auf BMW-Basis, und brachte es in seine Garage nach Neuenburg. Dort begann er damit, ihn in mühevoller Detailarbeit wieder aufzubauen und die Geschichte des Fahrzeugs zu recherchieren.

Für den Rahmen des Wagens gibt es ein Reichspatent aus dem Jahr 1933. Rohrrahmengestell und Motor sind auf BMW-Basis gebaut (BMW 328). Der Rennfahrer Josef Jacobs hat das Fahrzeug 1950 als einen „Intertyp“ wieder aufgebaut. „Nach dem Krieg haben Rennfahrer alte Wagen wieder aufgebaut, weil während des Krieges ja keine gebaut wurden“, sagt Claas Penning. 1955 sei der Wagen verunglückt – wie und wo genau, weiß Claas Penning auch nicht. „Danach war er verschwunden“, sagt er. 2013 hat ihn ein Bekannter von Claas Penning in Königsberg wiedergefunden – als Schrotthaufen in einer Garage.

Mehr als 1500 Arbeitsstunden hat Claas Penning schon investiert, um den „Intertyp“ bis ins Detail originalgetreu wieder aufzubauen. Jetzt fehlt nur noch die Aluminium-Verkleidung. Auch der Motor ist schon fertig. Claas Penning wirft ihn gern mal an, er brüllt und blubbert, Flammen kommen aus dem Auspuff.

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Claas Penning ist Kfz-Meister und Senior-Chef des Autohauses Penning in Neuenburg. Oldtimer sind seine Leidenschaft. Weil er den „Intertyp“ aber allein nach Fotos wieder aufbauen muss, hat er sich Hilfe vom Spezialisten Ulrich Weinberg aus Driefel geholt. Allein den Gitterrohrrahmen bis ins Detail originalgetreu zu schweißen, ist eine Kunst.

Lampen und Blinker, Armaturen und Kühler sind zeitgemäße Nachbauten. Fast alles musste Claas Penning neu bauen oder beschaffen, von den Bodenplatten über die Elektrik bis zur Verkleidung. Viel mehr als das Fahrgestell war von dem Wagen nicht mehr zu gebrauchen.

Wenn das Auto fertig ist, will der 65-Jährige mit ihm auf die Rennstrecke, so wie er es seit Jahren mit seinem DKW Rennwagen von 1951 macht. Nicht nur auf dem Nürburgring und dem Hockenheimring gibt Claas Penning Gas, er hat schon viele Rennstrecken gesehen.

Mit einem „Intertyp“ kann man – anders als mit dem Monoposto, den Claas Penning schon hat – Straßen-, Berg-, Rundstrecken- und Formelrennen fahren. Er bekommt auch eine Straßenzulassung. Mit Rennfahrerbrille und Mütze, Lederhandschuhen und feuerfestem Anzug geht Penning dann an den Start. Bis Juli muss der Wagen fertig sein, dann starten die ersten Rennen der Saison.

Sandra Binkenstein Varel / Redaktion Friesland
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