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NWZonline.de Region Friesland Kultur

Freundschaft zwischen Paula und Rainer wird lebendig

17.02.2009

VAREL Im Unterschied zu Dangast ist die Künstlerkolonie Worpswede nicht nur kunstgeschichtlich von Interesse: Das Dorf am Randes des Teufelsmoors hat auch in der Literaturgeschichte mehr als nur eine Fußnote hinterlassen. Dies zeigen die beiden Schauspieler Martin Heckmann und Gabriele Süper am Freitag, 20. Februar, ab 20 Uhr in der Aula des Lothar-Meyer-Gymnasiums Varel in ihrem Kammerstück „Paula und Rainer“. Im Mittelpunkt des Kleinkunstabends, der im Programm des Vereins für Kunst und Wissenschaft (Kuwi) stattfindet, steht die spannungsreiche und produktive Künstlerfreundschaft zwischen der Malerin Paula Modersohn-Becker und dem Dichter Rainer Maria Rilke.

Sog nach Worpswede

Rilke (1875-1926), einer der wichtigsten deutschsprachigen Lyriker des 20. Jahrhunderts, befand sich am Beginn seiner Laufbahn unter den Schriftstellern, die sich um 1900 vom Worpsweder Kreis angezogen fühlten. Dort lernte er nicht nur seine Frau Clara Westhoff, sondern auch die mit ihr eng befreundete Malerin Paula Becker kennen, die 1901 den Worpsweder Maler Otto Modersohn heiratete. Paula Modersohn-Becker wurde in der nur sieben Jahre währenden Freundschaft mit Rilke zu einer der wenigen Schlüsselfiguren im Leben des die Abgeschiedenheit liebenden, ein unstetes Wanderleben führenden Dichters.

Im Herbst 2007 jährte sich der Tod dieser großen Malerin zum 100. Mal. Mit 22 Jahren war die 1876 in Dresden geborene Paula Becker nach Worpswede gezogen, um in der Nähe der dort heimisch gewordenen Künstler leben und arbeiten zu können. Die Malerin, die in Worpswede nur neun Jahre später im Alter von 31 Jahren starb, hinterließ ein Werk, das weit über den Worpsweder Impressionismus hinausweist und ihr in seiner Bedeutung einen dauerhaften Rang in der Kunst des 20. Jahrhunderts sichert. Dabei verkaufte sie zu ihren Lebzeiten kaum ein Bild und hat demütigende, aus künstlerischer Engstirnigkeit resultierende Fachkritiken einstecken müssen.

Zwei Künstler aus Bremen Heckmann und Süper, zwei Künstler aus Bremen, unternehmen mit „Paula und Rainer“ den Versuch, die Freundschaft zwischen Modersohn-Becker und Rilke für das heutige Publikum lebendig und anschaulich werden zu lassen. Dabei stützen sie sich auf den jahrelangen Briefwechsel, in dem die eigenwillige Beziehung zwischen der Malerin und dem Dichter der Nachwelt überliefert wurde. Herausgekommen ist ein leises, zärtliches Kammerstück, das seine Wirkung beim Publikum nicht verfehlen wird.

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