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NWZonline.de Region Friesland Kultur

Von Birnen mit Hüdel bis Tahdig

11.07.2018

Friesland Oft sind es die vermeintlich kleinen Dinge im Alltag, die Menschen näher zusammenbringen: Deshalb hat der Landkreis Friesland jetzt ein interkulturelles Kochbuch herausgebracht. Das Buch „Koch mit uns!“ ist vor zwei Jahren in Wittmund zusammengestellt und herausgegeben worden – Friesland hat das Kochbuch nun übernommen. Das mehrsprachige Kochbuch soll auch hier Migranten und Einheimische näher zusammenbringen.

„Koch mit uns!“

ist ein interkulturelles Kochbuch, mit einfachen Rezepten auf Deutsch, Englisch und Arabisch, dass es für fünf Euro hier gibt:


 Karin Schulz, Koordinierungsstelle für Migration und Teilhabe, Schlosserplatz 3, Tel. 04461/919 62 60, E-Mail: k.schulz@friesland.de


 Elke Rohlfs-Jacob, Gleichstellungsbeauftragte, Sophienstraße 3, Tel. 04461/919 61 61, E-Mail: e.rohlfs-jacob@friesland.de

Die Idee dazu hatten die Landfrauen in Wittmund – sie haben das Projekt auch umgesetzt. „Wir haben uns mit Migranten und Betreuern zusammengesetzt und verschiedene Rezepte gesammelt“, sagt Inge Elis vom Kreislandfrauenverband Harlingerland. Die Rezepte sind einfach und stammen aus Afghanistan, Syrien – und aus Ostfriesland. Mit dabei: Birnen mit Hüdel, Mamounie – ein syrischer Grießpudding – Tahdig, ein persisches Reisgericht – und vieles mehr.

„Alle Rezepte wurden zusammengetragen, ausprobiert und nachgekocht, außerdem gibt es Einkaufstipps oder auch Infos darüber, wann man welches Obst und Gemüse bekommt“, berichtet Inge Elis.

Eine große Herausforderung stand aber noch bevor. Denn die Rezepte stehen auf Deutsch, Englisch und Arabisch im Kochbuch – und das bedeutete viel Übersetzungsarbeit. „Bis zur Herausgabe war es ein langer Prozess“, sagt Inge Elis.

Die Idee fand im Landkreis Friesland sofort Anklang: „Schnell war uns klar: das wollen wir auch“, sagt Karin Schulz von der Koordinierungsstelle „Migration und Teilhabe“. Wie in Wittmund soll das Kochbuch auch nur ein erster Schritt für mehr Verständigung sein. „Wir wollen langfristig damit arbeiten und denken zum Beispiel an Kochkurse für Kinder.“

Auch Gleichstellungsbeauftragte Elke Rohlfs-Jacob ist begeistert: „Über das Kochen kann man sich näher kennenlernen“, meint sie. „Frauen mit Migrationshintergrund übernehmen in ihren Familien oft die traditionelle Aufgabe des Kochens – und bleiben dann in der Regel in der Wohnung. Mit dem Projekt wollen wir erreichen, dass sie herauskommen, sich mit anderen zum Kochen zusammentun und Kontakte knüpfen“. Landrat Sven Ambrosy stimmt zu: „Das ist ein wichtiger Baustein zur Integration im Alltag.“

Antje Brüggerhoff Agentur Hanz / Redaktion Jever
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