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NWZonline.de Region Friesland Kultur

Geldsegen für Orth-Hospiz Tabuthema Tod

12.10.2011

JEVER Geldsegen für das neue Friedel-Orth-Hospiz in Jever: Am Dienstag erhielt die Einrichtung auf dem Orth-Grundstück an der Mühlenstraße gleich drei Spenden in Höhe von insgesamt rund 4500 Euro.

Im Rathaus überreichte das Unternehmer-Ehepaar Meike und Harro Bargen 2500 Euro an den Vorsitzenden des Hospiz-Fördervereins, Pastor Volker Landig. Bargens hatten bei ihrer Silberhochzeit um Spenden gebeten, dabei kamen 5000 Euro zusammen. Die andere Hälfte des Geldes stifteten sie den fünf jeverschen Kindergärten. „Wir wollten soziale Projekte in Jever unterstützen und haben Einrichtungen ausgewählt, die für den Lebensanfang und das Lebensende stehen“, sagte Harro Bargen.

Um das Friedel-Orth-Hospiz bei der Betreuung seiner Gäste finanziell zu unterstützen, haben sich auch die jeverschen Bäckereien Ulfers-Eden Klatt eine gemeinsame Aktion überlegt. Im September verkauften sie ein eigens für das Hospiz gebackenes „Hospiz“-Brot, bei dem jeweils 50 Cent pro verkauftem Brot als Spende an das Hospiz gingen. Insgesamt kamen so 1220,50 Euro zusammen.

Auch die jeversche Autorin Maeve Carels veranstaltete im Zimmertheater des Lokschuppens in Jever eine Spendenlesung zugunsten des Friedel-Orth-Hospiz. Sie las aus ihrem neuen Roman „Nur ein Schatten“, der im Theatermilieu spielt. Die Volksbank Jever unterstützte die Aktion. Meave Carels konnte so einen Scheck in Höhe von 750 Euro an die Hospizleiterin Irene Müller und an Pastor Volker Landig überreichen.

Der Förderverein hat Landig zufolge bereits rund 100 000 Euro zusammen getragen. Da die Kosten eines Aufenthalts im Hospiz von den Krankenkassen nur zu 90 Prozent getragen werden, übernimmt der Förderverein derzeit die restlichen zehn Prozent und überweist monatlich 4000 Euro an die „mission:lebenshaus“ aus Bremen als Trägerin der Einrichtung.

Wie berichtet, wurde das Hospiz mit acht Plätzen im Juni eröffnet. Die 100-Tage-Bilanz fiel positiv aus: Die Belegungszahlen seien besser als erwartet, teilte Geschäftsführer Pastor Uwe Mletzko mit.

Kann ein Hospiz erfolgreich arbeiten und eine positive Bilanz ziehen? Unser Sprachgebrauch stößt beim Thema „Sterben“ an seine Grenzen, die Konfrontation mit dem Tod führt oft zu Sprachlosigkeit. Der Tod ist ein gesellschaftliches Tabuthema – auch wenn er ausnahmslos jeden betrifft.

Umso erfreulicher ist die breite Unterstützung für die Hospizarbeit in Jever. Gleich drei Spenden wurden am Dienstag dem Friedel-Orth-Hospiz überreicht – viele weitere sind schon auf das Konto des Fördervereins überwiesen worden und werden sicherlich auch künftig folgen.

Diese Unterstützung zeigt, dass sich die Menschen im Jeverland Gedanken über den Tod machen und um die Bedeutung eines würdevollen Sterbens wissen.

Das Hospiz bietet nicht nur Menschen auf ihrem letzten Weg Hilfe und Heimat, sondern trägt auch dazu bei, das Tabuthema „Tod“ in der Gesellschaft aufzubrechen.

@ Den Autor erreichen Sie unter schoenborn@infoautor.de

Ulrich Schönborn stv. Chefredakteur / Chefredaktion
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