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NWZonline.de Region Friesland Kultur

Plattdeutsch: Geschichten aus Leidenschaft

06.01.2016

Varel /Rönnelmoor Wenn Reinhard Meyer einen guten Gedanken hat, dann fliegt sein Kugelschreiber nur so über den Block, und er will gar nicht mehr zu schreiben aufhören. Richtig herzhaft lachen tut er dabei kaum, aber manchmal nötigen ihm die eigenen Geschichten ein verschmitztes Lächeln ab. Und so sind es auch bei Autorenlesungen die Zuhörer, die am lautesten lachen. Jetzt stellt der 66-Jährige sein neuestes Buch „Beter dreemal lachen, als eenmal na’n Doktor“ vor.

Ehemaliger Beamte

Obwohl Reinhard Meyer in Rönnelmoor wohnt, ist er in Friesland bestens bekannt. Er begann seine berufliche Karriere als Lehrling am Vareler Bahnhof und war später als Beamter im Verwaltungsdienst und als Fahrdienstleiter tätig. Als Fahrkartenverkäufer kam er mit vielen Reisenden in Kontakt. Vertretungsweise arbeitete Reinhard Meyer auch in den Bahnhöfen Borgstede und Zetel, als die Nebenstrecke noch in Betrieb war. 33 Jahre lang war er Vorsitzender der Gewerkschaft der Bahnbeamten, Ortsgruppe Varel.

Zum Geschichtenschreiben kam Reinhard Meyer durch ein anderes Ehrenamt: 1994 wurde er erstmals in den Schweiburger Kirchenrat gewählt und erstellte den Gemeindebrief. Und da gehörte immer eine plattdeutsche Geschichte hinein. „Als ich keine passenden Geschichten von anderen Autoren mehr fand, sagte ich mir: Das kannst Du auch allein“, erinnert sich Meyer. Um die plattdeutsche Sprache besser zu erlernen, musste er aber vorher selbst noch einige plattdeutsche Bücher lesen. Denn obwohl Meyers Vater als Rönnelmoorer Landwirt bestens Plattdeutsch sprach, war im Elternhaus Hochdeutsch Umgangssprache. Das lag an der Mutter, die aus Schlesien stammt.

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Durchbruch 2005

Die Geschichten, mit denen er die Gemeindemitglieder erfreute, sollte er im Jahr 2006 als Sammlung in dem Buch „Dor lachst di weg“, veröffentlichen. Den Durchbruch als Autor hatte Meyer aber schon im Jahr zuvor erlebt mit seinem Buch „Hebbt wi lacht, miene Höhner un ick“. Es basiert auf Briefwechseln mit Prominenten. Und meistens ging es um Hühner. So stellte er dem damaligen Bremer Bürgermeister Henning Scherf in Aussicht, in die Hansestadt zu ziehen. Allerdings sei er darauf angewiesen, seine Hühner einmal wöchentlich im Bürgerpark laufen zu lassen. Und das werde nicht gehen, schreib ihm Scherf auf Platt zurück.

In seinen Werk „Beter dreemal lachen as eenmal na’n Doktor“ veröffentlicht Reinhard Meyer neben Geschichten aus dem Gemeindebrief erstmals auch neue Werke. Sie alle handeln vom küstennahen Landleben. Die Leser lernen ehemalige Seefahrer kennen und erleben das Missgeschick eines Schleuderballers mit oder haben an „Mudder Müllers Backkünst“ teil. Die Illustrationen kommen von Margot Schröder, das Buch ist im Oldenburger Isensse-Verlag erschienen, kostet 13,80 Euro und kann auch beim Autor selbst bestellt werden. Er ist unter Tel. 04455/309 zu erreichen.

Jan Lehmann / freigestellter Betriebsratsvorsitzender / Politikredaktion
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