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NWZonline.de Region Friesland Kultur

Kabarett: Heimspiel für den ganz großen Aufreger

30.03.2012

SCHORTENS Er lästert, plaudert, erklärt, wundert sich, schimpft und tobt. Volker Pispers begeistert sein Publikum immer wieder mit dem eigentlich gleichen Programm. „Bis neulich“ heißt es seit Jahren und wird ständig aktualisiert. „Seit 1990 brauche ich nur ein paar Namen zu ändern und die Texte passen immer noch. Oder finden Sie, dass irgendetwas besser geworden ist?“ fragt er provozierend.

Aber auch leichte Resignation schwingt inzwischen mit. „Im Kabarett kriegen Sie Kritik am eigenen Lebenswandel geboten, die genau so folgenlos bleibt wie der Gottesdienst in der Kirche.“ Doch das ist schnell verflogen, wenn er sich warm geschimpft hat. „Letztes Jahr Guttenberg, jetzt Wulff – die Union liefert jedes Jahr frisch.“ Und zum Thema Ehrensold fällt ihm nur ein: „Was der Wulff im Jahr kriegt, verdient der Winterkorn an einem Tag. Darüber sollte man sich aufregen.“

Wenn Frau Merkel verkündet, „Deutschland geht es gut“, kann er sich nur wundern: „Das Land, in dem sich 40 Prozent heute schon auf die Altersarmut freuen können, kann sie nicht gemeint haben.“ Merkels Wendungen findet er bemerkenswert: „Kernkraft, Wehrpflicht, Hauptschule. Statt zu sagen ,Hier stehe ich, ich kann nicht anders‘ denkt sie ,Hier sitze ich, ihr könnt mich mal‘.“

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Auch über Thilo Sarrazin regt er sich bis heute auf: „Es gibt eben auch Dummköpfe, die an Gott glauben und welche, die an Allah glauben. Die Götter können nichts dafür.“

Die Lösung für die Probleme der Weltwirtschaft hat er auch: „Man brauchte nur den fünf Prozent der Superreichen, die 80 Prozent des Vermögens besitzen, ihr Geld wegnehmen, davon alle Staatsschulden bezahlen und alles wäre gut. Und sogar die Superreichen hätten ihr Geld zurück, denn sie sind die, die zurzeit an der Staatsverschuldung verdienen.“

Solche Tiraden kann er stundenlang ohne Punkt und Komma durchhalten. Es ist sein sechster Auftritt im Bürgerhaus Schortens und er hat hier als einer der besten Kabarettisten Deutschlands nicht nur ein Heimspiel, sondern wird auch gefeiert, weil er sein Programm so aktuell hält dass man gern wiederkommt.

In diesem Sinne: Bis neulich.

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