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NWZonline.de Region Friesland Kultur

Tradition: Hermann Wilken wird neuer Flegelbaas

30.01.2014

Waddewarden Ein Flegelbaas ist für einen Männergesangverein des Flegelbeerkreises unverzichtbar. Er führt nicht nur durch das Programm der Traditionsveranstaltung am zweiten Sonnabend im März, sondern muss auch perfekt „Platt schnacken“ können und dabei Witz und Humor versprühen.

Für den Männergesangverein Waddewarden hatte nach dem legendären Ulli Graalfs mehrfach Rainer Eiben als Flegelbaas fungiert. Eiben hat sich einer neuen beruflichen Herausforderung gestellt und steht damit nicht mehr für diese wichtige Funktion zur Verfügung.

Gut in diesem Fall ist, dass die Waddewarder nicht lange nach einem geeigneten Nachfolger für Rainer Eiben suchen mussten, in ihren Reihen fanden sie in Hermann Wilken eine Idealbesetzung für diese Aufgabe. Wilken ist aktiver Sänger in Waddewarden und als Plattschnacker der Waddewarder Speelkoppel bekannt.

„Ich habe nicht gleich spontan zugesagt, sondern mir eine Bedenkzeit geben lassen. Bald wurde mir jedoch klar, dass ich meine Sängerkameraden nicht im Stich lassen kann“, sagt Folkers, wie er zu dem neuen Amt kam.

Er will das Amt des Flegelbaas’ nach dem Vorbild Rainer Eibens ausfüllen: „Er hat das immer sehr gut gemacht und sich sehr penibel vorbereitet. Er hat mir vieles aus seinen Aufzeichnungen zur Verfügung gestellt. Ich will ihn aber nicht kopieren, sondern auch eigene Vorstellungen einbringen.“ Und Lampenfieber gehört natürlich ebenfalls dazu: „Aber das vergeht im Lauf des Abends“ weiß Wilken vom Theaterspielen.

Das Flegelbeer hatte für ihn und für ganz Waddewarden schon immer einen hohen Stellenwert. „ Auch jetzt noch weiß jeder im Dorf etwas mit dem Flegelbeer anzufangen.“ Leider habe die Tradition in Norddeutschland keinen so hohen Stellenwert.

„Wir müssen befürchten, dass wir in zehn Jahren kein Flegelbeer mehr haben“, meint Wilken: Denn die „Macher“ in den teilnehmenden Männergesangvereinen sind bereits zwischen 70 und 80 Jahre alt – auch das Durchschnittsalter im Waddewarder Chor liegt bei 70 Jahren. „Die Alten können den Organisationsaufwand nicht mehr leisten“, weiß Wilken.

Denn der Aufwand fürs Flegelbeer hat es in sich: „ Da will sich auch kein Verein etwas nachsagen lassen und deshalb wird das Fest gut organisiert. Wenn ich mir alleine unseren Verein ansehe, dann ist das schon sehr aufwendig“, betont er.

So gibt es in Waddewarden keinen geeigneten Saal im Dorf mehr, das Flegelbeer findet in Sillenstede statt. „Aber vielleicht ist das ja beispielgebend. Wenn man das Fest immer im gleichen Ort, im gleichen Saal veranstaltet, dann muss nicht so viel organisiert werden“, meint Wilken.

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