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NWZonline.de Region Friesland Kultur

Schlosskonzert: Himmelhoch jauchzend und zu Tode betrübt

12.08.2011

JEVER Egal, ob auf deutsch, französisch, finnisch, spanisch oder plattdeutsch: Die Liebe schlägt überall die gleichen Kapriolen. Die Gefühle der Liebenden schwanken zwischen himmelhoch jauchzend und zu Tode betrübt – und bieten viel Stoff für romantische Lieder, die im Mittelpunkt des dritten Schlosskonzerts standen.

Zu Gast war am Mittwochabend im voll besetzten Audienzsaal des Schlosses die Mezzo-Sopranistin Hilke Andersen, die von Jevers Kreiskantor Klaus Wedel am Flügel begleitet wurde. Die deutsch-finnische Sängerin ist in Jever aufgewachsen und hat das Mariengymnasium besucht. Neben ihren Eltern saßen auch viele Freunde im Publikum. Das Konzert war insofern ein „Heimspiel“ für die Künstlerin.

Und es war ein Genuss für die Zuhörer. Andersen sang von Liebenden, die nicht zueinander finden (Clara Schumann: „Sie liebten sich beide“) von „Ewiger Liebe“ (Johannes Brahms), vom geheimnisvollen „Zwielicht“ (Robert Schumann) und von weiteren Naturbetrachtungen, darunter das Lied vom Nussbaum, für das Robert Schumann einen Text des Oldenburger Dichters Julius Mosen kongenial vertonte.

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Gefühl und Natur

Gefühle und Naturbetrachtungen sind das Element der Romantiker. Hilke Andersen fügte den Texten und Melodien mit ihrer warmen und ausgeprägten Stimme eine Art „dritte Dimension“ hinzu, setzte mal zurückhaltend, mal impulsiv Akzente, scheute sich nicht vor Pathos und romantischer Dramatik und ließ so in den Köpfen der Zuhörer die Musik zu Bildern werden.

Klaus Wedel erwies sich dabei als perfekter Begleiter: zurückhaltend und doch präsent untermalte er die Melodien, leitete auch durch die Lieder ohne jedoch einen „Führungsanspruch“ zu erheben. Das Zusammenspiel beider Künstler war fehlerfrei und voller Freude.

Liebe und Leid

Nach der Pause verließen Hilke Andersen und Klaus Wedel die deutschen Romantiker und wurden international. Am Thema des Konzerts „Von Liebe und Leben“ hielten sie aber fest. Auch die Lieder des Franzosen Gabriel Fauré und des Finnen Tolvo Kuula handelten von Liebeslust und Liebesleid. Das Konzert endete mit den lebensfrohen und leidenschaftlichen Cinco canciones negras des spanischen Komponisten Xavier Montsalvatge. Die exotische Musik der Antillen inspirierte den Komponisten 1945 zu dem Liederreigen. „Lassen Sie sich in Ihre Hängematte sinken, spüren Sie den Rauch der Havannas und blicken Sie auf die Bananendampfer“, sagte Hilke Andersen, bevor sie die Zuhörer in die Karibik entführte.

Ganz anders dann die Zugabe. Als Hommage an den jeverschen Kantor und Komponisten Günter Maurischat sang Hilke Andersen zwei plattdeutsche Kinderriemels. Das begeisterte Publikum wollte noch mehr hören und so endete der außergewöhnliche Konzertabend mit Liedern von Edvard Grieg, Jean Sibelius und Johannes Brahms als weitere Zugaben.

Die Reihe der Schlosskonzerte endet am Freitag, 26. August, mit dem Wandelkonzert „Ein Schloss voller Musik“. Beginn ist um 19 Uhr. Für das Konzert gibt es nur noch Restkarten.

Ulrich Schönborn Chefredakteur (ViSdP) / Chefredaktion
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