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NWZonline.de Region Friesland Kultur

THEATER: Hochzeitsmorgen zum Verrücktwerden

30.10.2007

SCHORTENS Schon die Ausgangssituation des Stücks zeigt die Stunden im Leben, in denen jeder Mensch dem Wahnsinn sehr nahe kommt: „De Hochtiedsmorgen“. Natürlich ist das auch bei den Westlings so. Tochter Judith (Nadine Schreiber) ist die glückliche Braut und stolpert von Nervenzusammenbruch zu Nervenzusammenbruch.

Vater Tim Westling (Stephan Janssen) ist eigentlich mit der Fertigstellung seiner Werbekampagne für einen Damenunterwäschehersteller beschäftigt („Ist vorne nicht viel da, nimm den Perking-BH“) und hat deshalb einiges an Hochzeitsvorbereitungen vertrödelt. An den Blumenschmuck hat er nicht gedacht und der künftige Schwiegervater (Thomas Radowski) seiner Tochter landet statt im Hotel in einer ortsbekannten Striptease-Bar, weil er kein Zimmer reserviert hat.

Opa Gerd Cordsen (Dieter Reents) ist hauptsächlich damit beschäftigt, den Zuschauern vorzuführen, wie schwierig es ist, die richtigen Socken auszuwählen, und kriegt manches nicht mehr so richtig mit. Oma Dora (Marlies Milverstädt) stichelt immer wieder gegen ihren Schwiegersohn und bekommt regelmäßig ihre Kreischanfälle.

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Soweit der normale Wahnsinn. Es wäre kein Milverstädt-Stück, wenn jetzt nicht erst der richtige Wahnsinn an die Tür klopfte. Tim Westling knallt mit dem Kopf gegen dieselbe und die Kleiderpuppe, die er gerade hinter dem Sofa abgestellt hatte, verwandelt sich – allerdings nur vor seinen Augen – in die leibhaftige Paula (Dagmar Kwidor). Besondere Kennzeichen: blond, langbeinig, knallrotes Kleid, wenig Text, sehr viel Körpereinsatz und sofort angetan vom Hausherrn Tim. Den begleitet sie ab jetzt wie der Hase Harvey im bekannten Kinofilm.

Tim kann froh sein, dass außer dem Publikum und ihm niemand die hübsche Paula sehen kann, denn sonst hätte seine Familie nicht so gelassen reagiert und ihn nur für meschugge gehalten.

Jetzt ist die gesamte Familie erst einmal damit beschäftigt, den Zustand des Hausherrn vor dem angereisten Vater des Bräutigams geheim zu halten und stiftet damit natürlich nur noch mehr Chaos.

Es bedarf weiterer zwei Schläge mit dem Kopf gegen die Tür, bis Paula verschwindet, Tim in die Realität zurückkehrt, diese aber nicht mehr begreifen kann und sich in sein Schicksal fügt.

Einziger Darsteller mit durchweg klarem Kopf ist die Bühnenhündin Ayka. Professionell dreht sie ihre Runden auf der Bühne, nimmt gelassen den begeisterten Schlussbeifall der 160 Besucher entgegen und kommt auch schon mal durch den geschlossenen Vorhang nach vorn, um noch etwas mehr Begeisterung herauszukitzeln.

„Haben sie denn nun geheiratet?“ Jeder der begeisterten Zuschauer wird auf diese Frage antworten: „Ach, das ist doch nicht wichtig.“

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