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NWZonline.de Region Friesland Kultur

Ruhe verschönert ihre Arbeit

24.07.2018

Hooksiel Die Weite des Wangerlands hat es ihr angetan. Und die wird sie möglicherweise auch in ihren Arbeiten aufgreifen: Akkela Dienstbier, 55 Jahre aus Bremen, hat ihr Stipendiat im Künstlerhaus Hooksiel angetreten. Bis zum 26. August wird sie in Hooksiel wohnen und arbeiten.

Zum Einstieg eröffnete die Künstlerin am Samstag ihre Ausstellung „Endloses Meer – nur auf dir bin ich frei“ mit Porträts von Fischern, die 2016 in Bremerhaven entstanden sind – also auch am Meer: Dort war Dienstbier Stipendiatin im Wilke-Atelier.

„Ein bisschen irritiert mich an Hooksiel, dass die See so weit weg ist – aber das ist in den alten Sielorten eben so“, sagt Akkela Dienstbier. Und ihr sonstiger Eindruck von Hooksiel? „Ein stilles, apartes Örtchen: Sehr geruhsam, auch wenn sehr viele Urlauber da sind“, sagt sie. Die Ruhe und den Charme schätzt sie bereits – beides wird ihr die Arbeit verschönern. „Während eines Stipendiums lebt man in einem ganz eigenen Rhythmus. Der Alltag ist schnell weg“, erzählt sie.

Sie will in den kommenden Wochen die Häfen des Wangerlands aufgreifen – im vergangenen Jahr hat sie viel mit Folien gearbeitet. Und diese Technik will sie auch in Hooksiel anwenden.

Und auch beim Kunstkarussell, wenn sie mit einheimischen und Urlauberkindern künstlerisch aktiv wird, sollen Folien zum Einsatz kommen. „Das ist ein faszinierendes Material“, schwärmt sie.

Noch etwas ist ihr aufgefallen: „Hier wachsen sehr viele Brennnesseln.“ Und die bieten sich gepresst für ein ganz neues Projekt an – „wie das aussehen wird, weiß ich noch nicht genau“, sagt Akkela Dienstbier. Auf jeden Fall sei die Brennnessel eine verkannte Pflanze: Sie ist sehr nützlich für Schmetterlinge und Insekten, zugleich ungeliebt von Menschen.

Da spricht die Imkerin aus Akkela Dienstbier: Sie hält mehrere Bienenvölker. Und das verbindet sie auch mit Henning Gieseke, Hooksieler Künstler, der zur Ausstellungseröffnung in ihr Werk einführte.

Ihren Namen Akkela haben ihre Eltern übrigens von der Blume Akelei abgeleitet.

Melanie Hanz Agentur Hanz / Redaktion Jever
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