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NWZonline.de Region Friesland Kultur

Riesige Orgel wird restauriert

19.06.2019

Horsten Große Projekte benötigen oft viel Zeit und ganz viele Schultern, die sie tragen. So auch die längst überfällige Restaurierung der historischen Samuel-Schröder-Orgel in der St.-Mauritius-Kirche der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde in Horsten. Mehr als ein Jahrzehnt lang haben sich Kirchenräte und Pastoren darum bemüht, das notwendige Geld dafür aufzutreiben. Endlich ist es so weit, der Auftrag an einen Orgelbauer in Loga bei Leer für rund 450 000 Euro ist vergeben und die Arbeit hat Anfang dieser Woche begonnen.

Alle, die am guten Werk mitwirkten und als Vertreter der Sponsoren beteiligt sind, trafen sich, als die Handwerker die Orgel in Einzelteile zerlegten und in großen Holzkisten zum Abtransport nach Loga verpackten.

Orgel mit Bedeutung

Pastorin Kerstin Tiemann hieß dazu die ehemalige Bundestagsabgeordnete und damalige „Haushälterin“ von Mitteln für kulturelle Vorhaben Karin Evers-Meyer, Pastor i. R. Martin Sundermann von der Anna-und-Karl-Siefkes-Stiftung, die frühere Kreiskantorin Inka Drengemann-Steudtner vom Kirchenkreis Harlingerland, Andreas Faß als Leiter der Sparkasse Friedeburg für die Kulturstiftung Harlingerland und die Sparkassen-Kulturstiftung, Hans-Georg Börsch als Vorsitzenden des Kirchenrates Horsten, die Orgelrevisoren Winfried Dahlke von der Landeskirche Hannover und Volker Geisler aus Bremerhaven sowie Markus Collmann von der Firma Orgelbau Ahrend willkommen.

„Es ist heute nach vielen Jahren der Vorbereitung, die einige Kirchenvorstände verschlissen, ein aufregender Tag für uns“, sagte Pastorin Kerstin Tiemann. Gemeinsam schilderte sie mit den Fachleuten die große Bedeutung der einzigen von Samuel Schröder aus Jever zwischen 1731 und 1733 gebauten Orgel. Der junge Orgelbauer starb einen Monat nach deren Fertigstellung.

Die Orgel hatte ursprünglich 18 Register, gilt mit vielen alten Stimmen ihres Pfeifenwerks als Kostbarkeit der ostfriesischen Landschaft, konzeptionell einzigartig und erhaltungswürdig, obwohl bei der jetzigen Restaurierung auch Teile der Mechanik rekonstruiert werden müssen. „Sie wird einen sehr festlichen Klang bekommen und Organisten werden sie nach intensivem Kennenlernen lieben und schätzen“, sagte Winfried Dahlke. Während der bis zu einem Jahr dauernden Arbeiten wird in Horsten als Ersatz eine Truhenorgel eingesetzt.

Aufwendige Finanzierung

Die aufwendige Finanzierung der Restauration erfolgt mit 140 000 Euro Bundesmitteln, 135 000 Euro€ Zuschuss der Landeskirche, 100 000 Euro von der Siefkes-Stiftung, je 15 000 € vom Kirchenkreis Harlingerland und der Sparkassen-Kulturstiftung sowie 30 000 € Baurücklagen und Spenden der 2000 Mitglieder zählenden Kirchengemeinde. Für die restlichen 15 000 € hofft man auf die Zusage eines Gönners.

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