• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Region Friesland Kultur

In jedem Stein steckt eine Form

03.07.2017

Hooksiel Der Oberkirchener Sandstein, aus dem Gudrun Wolff-Scheel ihre Skulpturen formt, ist der „Ferrari“ unter den Sandsteinen: „Der Kölner Dom und das Weiße Haus in Washington wurden daraus gebaut“, berichtet Fritz Kunkelmoor. Der Bildhauer aus Wacken führte am Samstag in die Ausstellung „Skulptur und Farbe“ von Gudrun Wolff-Scheel im Künstlerhaus Hooksiel ein.

„Skulptur und Farbe“

Die Ausstellung von Gudrun Wolff-Scheel ist bis 6. August im Künstlerhaus Hooksiel an der Langen Straße 16 zu sehen. Geöffnet ist die Ausstellung dienstags bis sonntags von 14 bis 18 Uhr, der Eintritt ist frei.

„Ich musste mich schon legitimieren, bis mir erlaubt wurde, aus dem Steinbruch Oberkirchen Steine zu beziehen“, sagt die Künstlerin selbst. Bei Regen sei das eine Schlammschlacht, bei Trockenheit eine Staubwüste – so fein ist der Sandsteinstaub, erzählt sie.

Bei ihren Fundstücken im Steinbruch sieht Gudrun Wolff-Scheel körperhafte Formen: „Die Idee für eine Plastik formt und verdichtet sich“, berichtet sie. „Der Stein fügt sich der Bearbeitung nur soweit, als es seinem Charakter entspricht: Er zwingt zur Reduktion und zur klaren formalen Aussage.“

Das beschrieb auch ihr Bildhauerkollege Kunkelmoor: „Wenn beim Herausschlagen aus dem Gesamtblock sich etwa zu viel Steinmaterial löst, oder wenn versehentlich ein statisch wichtiges Steinsegment weggeschlagen wird, kann dieser Fehler logischerweise nicht korrigiert werden.“

Der Mensch steht im Mittelpunkt der Künstlerin: „Als Figur, als Torso, als Porträt oder auch als abstrakte Plastik oder steinerne Chiffre“, sagt sie. Und Kunkelmoor erklärt, dass Gudrun Wolff-Scheel in ihren Skulpturen ihre „persönliche Wahrnehmung der Welt zeigt, die ganz erfüllt ist von den Ergebnissen ihrer jahrelangen philosophischen Auseinandersetzung mit dem Einzelwesen Mensch“.

Neben den Sandstein-Skulpturen stellt Gudrun Wolff-Scheel in Hooksiel auch Acrylgemälde aus – etwa zehn Jahre lang hat sie wenig gemalt. Farbenfroh und intensiv sind die Bilder und bilden einen kräftigen Kontrast zu den sandsteinfarbenen Skulpturen.

Die Butenjeveranerin – sie stammt aus der HandwerkerFamilie Lünemann und lebt heute in Heide – hatte viele Jeveraner zur Ausstellungseröffnung ins Künstlerhaus gezogen. So begrüßte Wangerlands Bürgermeister Björn Mühlena auch seinen jeverschen Amtskollegen Jan Edo Albers als „Kulturattachée“: Die Familien Albers und Wolff-Scheel sind befreundet.

Und weil Kunst verpflichtet, versprach Albers, künftig auch bei den Ausstellungseröffnungen in der Galerie im Lokschuppen dabei zu sein. Galerie-Leiterin Brigitte Frehsee – regelmäßige Besucherin des Künstlerhauses – wird es mit Freude gehört haben.

Gudrun Wolff-Scheel wird auch beim Kunstkarussell – dem Ferienprogramm des Künstlerhauses – mitarbeiten: Gemeinsam mit den Kindern formt sie Tonköpfe. Die Ergebnisse werden dann in etwa 14 Tagen die Ausstellung Wolff-Scheel im Künstlerhaus ergänzen.


Mehr Infos unter   www.kuenstlerhaus-hooksiel.de 
Melanie Hanz Agentur Hanz / Redaktion Jever
Rufen Sie mich an:
04461 965311
Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.