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NWZonline.de Region Friesland Kultur

„Jeder Tag sollte ein Muttertag sein“

13.05.2006

JEVERLAND Es ist schade, dass es einen extra Muttertag geben muss, finden die meisten Frauen. Denn Anerkennung tut jeden Tag gut.

Von Melanie Hanz JEVERLAND - „Ich möchte jeden Tag als eigenständige Person wahrgenommen werden, ein ,Danke’ hören, in den Arm genommen werden – einfach nicht nur als Servicemensch genutzt werden“, sagt Anja Wagner.

In ganz Europa geben sich Kinder am morgigen Muttertag besonders viel Mühe, um ihren Müttern eine Freude zu machen. „Aber eigentlich sollte das jeden Tag selbstverständlich sein: das müsste nicht extra hervorgehoben werden“, sagt Anja Wagner. Dennoch freut sich die Leiterin der evangelischen Kindertagesstätte Roffhausen natürlich auch, wenn sie zum morgigen Muttertag von ihren beiden Söhnen mit einer Kleinigkeit überrascht wird. „Ein geschriebenes Gedicht, eine kleine Bastelei, das ist sehr schön“, findet sie.

Eifrig gebastelt wurde deshalb auch im Kindergarten Sandelermöns. „Wir haben schöne Bilderrahmen gebastelt und von jedem Kind ein Schwarz-weiß-Foto gemacht“, berichtet Nikola Horn-Klingebiel.

Außerdem haben die Kinder ein Lied gelernt, mit dem sie ihren Mamas morgen Danke sagen. „Wir haben auch mit den Kindern darüber gesprochen, was ihre Mütter tagtäglich ganz selbstverständlich für sie tun“, erzählt sie. Auch ihren eigenen – inzwischen erwachsenen – Kindern hat die 48-Jährige von klein auf Wertschätzung für ihre Fürsorge zu vermitteln versucht.

„Muttertag ist auch für die Kinder etwas ganz Besonderes“, weiß Anita van Jinnelt vom Kindergarten Hohenkirchen. Die Kleinen dort haben sich in den vergangenen Wochen viel Mühe gegeben, haben gebastelt und ein Gedicht gelernt. „Das soll für die Mütter eine Überraschung werden“, verrät die 40-Jährige.

Auch sie selbst freut selbst Gemachtes am meisten: „Es ist schön zu sehen, dass meine Kinder sich Mühe gegeben haben“, sagt sie.

„Das tut gut“, findet auch Marina Fur, Kinderpflegerin im Kindergarten Lindenallee in Jever, wenn ihre Tochter und ihr Sohn ihr sagen, „schön dass du da bist“, oder „ich hab dich lieb“. Das drücken auch die Kleinen im Kindergarten oft und ganz selbstverständlich aus, beobachtet sie: „Wenn die Kinder Bilder malen oder basteln, dann ist es meist für ihre Mamas und auch an den Umarmungen und Küssen für die Mütter morgens zum Abschied ist ihre Liebe und Zuneigung zu erkennen.“

„Diese Fixierung auf die Mutter an diesem Tag ist überhaupt nicht mehr zeitgemäß“, kritisiert dagegen Benjamin Vincent, Erzieher und Leiter des Kindergartens Wangerooge, den Muttertag: „Nichts gegen die tagtäglichen Leistungen der Mütter – das sollte selbstverständlich anerkannt werden –, aber in heutiger Zeit, wo Frauen und Männer gleichberechtigt Erziehungsarbeit leisten, bleibt doch beim Muttertag ein sehr zwiespältiges Gefühl“, sagt er. „Ich finde, dann sollte es auch einen echten Vatertag geben.“

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