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NWZonline.de Region Friesland Kultur

Sie wollen eine geschlechter-gerechte Kirche

01.11.2019

Jever „Wenn eine Frau das Wort geboren hat, warum sollten Frauen dann das Wort nicht von der Kanzel verkünden“: Dieses Impulsgebet eines katholischen Dichters zitierte Irene Janßen zur Eröffnung der Ausstellung „gleich und berechtigt“ der kfd-Ortsgruppe Jever. In der St. Marien-Kirche stellt die Lohner Künstlerin Gunda Schneider passend zur Aktionswoche der katholischen Frauengemeinschaft „Frauen, worauf wartet ihr“ ausdrucksstarke Bilder aus, die Frauen in unterschiedlichen Lebenssituationen zeigen. Zur Eröffnung waren etwa 30 Frauen gekommen, die durch die Künstlerin auf die Bilder eingestimmt und von Musik auf der Querflöte von Lisa Dierßen unterhalten wurden.

Die Ausstellung

ist bis 14. November in Jevers kath. Kirche St. Marien zu sehen – und sicher auch für andere Frauenbewegungen interessant. Besichtigungstermine können mit Irene Janßen, Tel. 04461/91 64 60, vereinbart werden. Die Aktion „Frauen worauf wartet ihr?“ wird mit einem Frauengottesdienst am 6. November um 19 Uhr und einem Kaffeegespräch am 14. November um 15 Uhr fortgesetzt.

Wie Irene Janßen es bei der Eröffnung formulierte, hat es Gunda Schneider geschafft, das Anliegen der kfd in ihren Bildern auszudrücken: „Macht Euch stark für eine geschlechter-gerechte Kirche.“ Schon „seit einiger Zeit „rumpelt“ es in der katholischen Kirche gewaltig. Deutschlandweit halten Katholikinnen Mahnwachen, organisieren Streiks, äußern sich mutig zu Missbrauchsfällen und machen Funktionsträgern der Amtskirche klar: So geht das nicht weiter.

Dass die Spiritualität von Frauen wertgeschätzt und ihre Berufung ernst genommen wird, dafür setzen wir uns ein, so Janßen. Die Kirche der Zukunft wird von Frauen und Männern gleichberechtigt geleitet werden müssen. Darum fordert die kfd mit Nachdruck die volle Gleichberechtigung von Frauen und Männern in der Kirche und den Zugang von Frauen zu allen Diensten und Ämtern in der Kirche. Die Ausstellung macht Lebensbilder von Frauen sichtbar um zu zeigen, dass Frauen auch in der Kirche Leitung übernehmen und seelsorglich tätig sein können.

Gunda Schneider beschrieb, wie sie die kfd-Positionen dazu gelockt haben, Zyklus in Öl, Kreide und Aquarell zu schaffen. „Frauen, worauf wartet ihr?“ oder „Charismen leben – Kirche sein“ und selbst das letzte Werk „wir bringen den Stein ins Rollen“ sind jeweils motiviert durch aktuelle Schlagzeilen zu Frauenthemen und Geschlechtergerechtigkeit

Die Lohner Künstlerin will mit ihren Bildern ein „Sprachrohr für Frauen werden“ – mit ihrem Bild „wartende Frauen“ startet die Ausstellung. Die mehr als 30 Exponate zeigen Menschen, die im Alltag oder durch außergewöhnliche Aktionen zur Frauenbewegung in einer von Männer dominierten Gesellschaft beitragen, erklärte die Malerin. Damit schafften sie ein Fundament für Gerechtigkeit und Freiheit in der Kirche. Abschließend ergänzte sie die Frage: „Frauen, worauf wartet ihr?“ durch eine weitere: „Männer, worauf wartet ihr?“

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