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NWZonline.de Region Friesland Kultur

Was Seetzen einst in Händen hielt

29.09.2017

Jever Als die Kisten mit den Leihgaben aus Gotha ankamen, war sie sofort fasziniert: Ganz zappelig machte Prof. Dr. Antje Sander, Leiterin des Schlossmuseums Jever, die Tatsache, dass sie nun eine Menge Gegenstände vor sich hat, die Ulrich Jasper Seetzen auch schon in Händen hatte.

Zum 250. Geburtstag des friesischen Forschungsreisenden Ulrich Jasper Seetzen (30. Januar 1767 bis 1811) hat das Schlossmuseum eine Ausstellung unter dem Motto „Wissensdurst und Forscherdrang“ auf die Beine gestellt. Sie zeigt zum ersten Mal die Schätze in Friesland, die Seetzen von seiner Orientreise nach Gotha geschickt hatte: Tiermumien und altägyptische Kostbarkeiten. Präsentiert werden spannende Objekte aus den Themenfeldern Universelles Sammeln, Faszination Fremde, Angewandte Wissenschaft und Abenteuer Reisen.

Programm zur Seetzen-Ausstellung

29. September: 17 Uhr, Eröffnung; 20 Uhr, „Tausendundeine Nacht – Luther, Seetzen und ein Kultbuch der Weltliteratur“ – Erzählkonzert und Lesung mit Dr. Claudia Ott.

15. 0ktober: 11 Uhr, Sonntagsmatinee „Naturkundliche Beobachtungen Ulrich Jasper Seetzens in seiner nordwestdeutschen Heimat“ mit Werner Menke aus Notizen und Aufsätzen.

25. November: 18 Uhr „Sternengucker“ – Soiree im Schlosspark mit Arthur Weber (Astronomieclub Ostfriesland).

Im November jeden Samstag, 14 bis 16 Uhr, Forscherworkshops für Kinder und Jugendliche mit Anja Marrack im Forscherlaboratorium „Seetzen“.

14. Dezember: 19.30 Uhr offene Führung mit Prof. Dr. Antje Sander.

Anmeldungen: Tel. 04461/969 350, service @schlossmuseum.de.

Möglich gemacht haben die Ausstellung die Stiftung Schloss Friedenstein Gotha und die Forschungsbibliothek Gotha, Besitzer unzähliger Handschriften und Gegenstände, die Seetzen gesammelt hat.

Der Orient- und Naturforscher hat im Lauf seiner Reise ungefähr 2700 arabische, persische, türkische und syrische Handschriften für die herzogliche Bibliothek Gotha erworben. Denn Seetzens mehrjährige Reise, zu der er am 13. Juni 1802 aufbrach, wurde von Herzog Ernst II. Ludwig von Sachsen-Gotha und Altenburg finanziert – er war bekannt als leidenschaftlicher Sammler. Auch Fürstin Friederike Auguste Sophie von Anhalt-Zerbst finanzierte Seetzens Reise mit.

Ulrich Jasper Seetzen hatte als Sohn eines begüterten Landwirts im Wangerland die Lateinschule in Jever absolviert und studierte in Göttingen Medizin und Naturwissenschaften. Die Reisen seiner Kommilitonen Alexander von Humboldt und Friedrich Hornemann nach Südamerika und Afrika regten ihn zu eigenen Plänen an. Er wollte das unbekannte äquatoriale Afrika von Ost nach West durchqueren.

1802 brach Seetzen auf, reiste über Gotha, Wien, Budapest, Bukarest, Konstantinopel, Aleppo, Damaskus und Jerusalem nach Kairo. 1811 wurde er im Jemen ermordet. Seetzen lernte Arabisch, studierte den Koran, kaufte orientalische Manuskripte und Altertümer, sammelte Pflanzen und Mineralien und schickte sie an den Herzog nach Gotha. Sorgfältig hielt er überall seine Beobachtungen über Natur, Kultur, Geschichte, Sprachen und Alltagsleben fest.

Melanie Hanz Agentur Hanz / Redaktion Jever
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