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NWZonline.de Region Friesland Kultur

Holz zu Holz, Stein zu Stein

07.02.2018

Jever So ganz klar, wie die Ausstellung von Anno Weihs Ende April aussehen wird, ist noch nicht. „Und das, was ich schon weiß, möchte ich noch nicht verraten“, sagt der Künstler selbst. Da müssen sich alle wohl noch ein wenig gedulden – auch Initiator Diakon Klaus Elfert.

Im vergangenen Jahr hatten Anno Weihs und Klaus Elfert zum Projekt „Altkreuz-Abgabestelle“ aufgerufen. Die Idee: der Künstler wird aus alten Kreuzen etwas Neues gestalten. Die Aktion lief schon länger mit anderen Kirchengemeinden, Diakon Klaus Elfert wurde im Internet zufällig darauf aufmerksam. Sofort war klar: so etwas soll auch in Jever passieren.

Zu seiner großen Überraschung hatten sich dann auch viele Gemeindemitglieder beteiligt und ihre alten Kreuze entweder anonym in Körbe in der Kirche gelegt oder im Pfarrhaus abgegeben. „Einige haben dann auch ihre persönliche Geschichte dazu erzählt“, sagt Elfert.

Eine Frau berichtete zum Beispiel, dass das Kreuz eines der wenigen Habseligkeiten war, das sie von der Flucht aus Schlesien nach Jever mitnehmen konnte. Das Kreuz war ihr Wegbegleiter auf der Flucht. Nun wollte sie damit abschließen – und gab das Kreuz ab, damit etwas Neues daraus gestaltet werden kann. „Es war sehr bewegend, solch eine Geschichte zu hören“, so Elfert. „Da musste ich erst einmal schlucken, denn dann wird noch einmal deutlich, was viele Menschen schon durchmachen mussten.“

Aber auch fröhliche Geschichten und Erinnerungen hat Elfert damals bei der Abgabe der Kreuze erfahren. „Und genau diese Unterschiedlichkeit der Geschichten hat die ganze Aktion so anrührend gestaltet.“

Zusammen kamen damals rund 200 Kreuze: Große und kleine Kreuze; Kreuze aus Holz, Bronze oder Gips, dazu einige Rosenkränze. Und allen will Anno Weihs in einem Kunstprojekt eine neue Bedeutung geben. „Für die Bereitschaft und das Vertrauen, bei diesem außergewöhnlichen Kunstprojekt mitzumachen möchte ich mich bedanken“, betont der Künstler Anno Weihs gegenüber der NWZ. „Danke für alle Kreuze, von denen sich einige Menschen eventuell nur schweren Herzens getrennt haben, und solche, von denen sie vielleicht froh sind, dass sie nun endlich aus der Wohnung verschwunden sind.“

Um Neues entstehen zu lassen, muss zuerst das Alte vergehen. Und so hat Weihs in den vergangenen Wochen alle Kreuze auseinandergenommen, getrennt und sortiert. Holz zu Holz, Stein zu Stein, Metall zu Metall.

„Ich habe Holz gespalten, Stein zerschlagen und Metall geschmolzen“, so der Künstler. Nägel und Aufhänger wurden sortiert, Holz geschliffen. „In Kisten, Schachteln und Kartons liegt nun das, was einst in Wohnzimmern und Schlafzimmern hing oder auf Dachböden zwischengelagert wurde.“

Nach dieser Arbeit ist Weihs nun dabei, aus diesen verschiedenen „Rohstoffen“ etwas Neues zu erschaffen. Dabei sollen alte Werte bewahrt und neue Ansichten ermöglicht werden.

Ende April soll das dann in einer Ausstellung zu sehen sein. Vermutlich wird die Ausstellung am 28. April eröffnet, angedacht ist, das auch musikalisch zu untermalen.

Antje Brüggerhoff Agentur Hanz / Redaktion Jever
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