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NWZonline.de Region Friesland Kultur

Männer-Arien über Liebe, Liebeskummer und Lust

09.04.2019

Jever Wer Ivo Berkenbusch und Akiko Kapeller beim Neujahrsempfang der Stadt Jever im Theater am Dannhalm gehört hat, der musste wiederkommen zum Konzert, in dem sie mit Kammersänger Paul Brady in die schillernde Welt der Oper einführten. Auch Besucher, die sich bisher nicht so mit klassischer Musik befasst haben, hatten ihre Freude an der Musik.

Rund 200 Besucher waren begeistert von den Sängern, die professionell von Figaro bis Rigoletto alle Register zogen. Dazu brillierten sie zwischendurch vortrefflich mit einer Tenor- oder Bass-Arie.

Akiko Kapeller verzauberte ihr Publikum am Flügel mit einem temperamentvollen Zugriff. Sie bewies in Franz Liszts Bearbeitung des Robert-Schumann-Lieds „Widmung“ ihre feine Anschlagskunst. Franz Schuberts charakteristisches Genre Ges-Dur Impromptus op. 90. spielte sie mit Konzentration und Hingabe – so wie sie alle „Helden der Oper“ begleitete. Mal solo, mal im Duett sangen sich Brady und Berkenbusch durch die musikalische Männerwelt.

Nach der Pause fiel die Pianistin im bordeauxfarben Abendkleid ins Auge. Die Kavatine des Figaro aus Rossinis „Barbier von Sevilla“ wurde mit Beifall auf offener Szene zu einem der Höhepunkte des Konzerts, als Brady mit komödiantischer Gestik und stimmlich auf den Punkt die Arie des selbstverliebten Figaro schmetterte. Berkenbusch überzeugte mit der „Engelsromanze“ aus Gaetano Donizettis „Don Pasquale“ und mit dem Torero-Lied aus George Bizets „Carmen“.

Bariton-Power im Duett gab es mit Lehars „Dein ist mein ganzes Herz“. Paul Brady hatte zur Arie des Ollendorf „Ach, ich hab sie ja nur auf die Schulter geküsst“ bei Akiko Kapeller Gleiches getan und sich eine kräftige Abfuhr eingehandelt. Zwischen Liedern und Arien parlierte Ivo Berkenbusch mal locker, mal ironisch über Liebe, Leid und Lust und zitierte, was berühmte Persönlichkeiten über das Zwischenmenschliche abgesondert haben.

Mit dem Schlussapplaus endete ein großer Abend, Domenico Modugnos „Volare“ und die „Mädis vom Chantant“ aus „Csardasfürstin“ waren vergnügliche Rausschmeißer. Für die Ankündigung von Bürgermeister Jan Edo Albers, mehr Musik ins Theater zu bringen, war das ein verheißungsvoller Auftakt.

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