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NWZonline.de Region Friesland Kultur

Schwungvoll-fröhlich ins Jahr

20.01.2020

Jever „War das wieder schön! Und wie die Fünf spielen, das ist fantastisch“: Margrit und Hans-Jürgen (Jacky) Rieling hatten noch Karten für den Nachmittag der beiden ausverkauften Neujahrskonzerte des Bremer Kaffeehaus-Orchesters im jeverschen Schlosses bekommen und waren glücklich.

Viel mehr Atmosphäre als ein „Kaffeehaus“ bot natürlich der Audienzsaal und Fräulein Maria (1500 bis 1575) und ihr Hofstaat wären sicherlich entzückt gewesen, dieses exzellente Orchester zu hören. Zum zweiten Mal hatte Christel Ney das Kaffeehaus-Orchester eingeladen, um in die „gute alte Zeit“ der Tanz-Cafés zu entführen. Sie muss auch nicht auf den Kauf einiger Paar Schuhe verzichten, um das Konzert zu finanzieren, stellte sie in ihrer Anmoderation fest.

Das Quintett von vier schwarz befrackten Herren und der reizenden Machiko Totani am Klavier begeisterte mit erstaunlich philharmonisch-orchestralem Klang, mit Schwung und Walzerseligkeit. Machiko Totani, Constantin Dorsch (Violine), Klaus Fischer (Flöte, Piccolo, Saxofon), Anselm Hauke (Kontrabass) und Gero John (Violoncello) brachten den Klassiker „An der schönen blauen Donau“ mit Schwung rüber und schickten die Besucher mit der Tritsch-Tratsch-Polka in die Pause.

Es herrschte Champagnerlaune im Schloss – vom Glas Sekt zum Konzertbeginn bis zum Radetzkymarsch zum Abschluss und darüber hinaus. Klaus Fischers Zwischenmoderation war humorig und einfallsreich – eben so, wie es im Kaffeehaus sein muss. Das Repertoire ist nicht aus der längst vergessenen Zeit der Wiener Kaffeehausmusik herübergerettet. Neuzeitliches wie „Black Bird“ von John Lennon und Paul Mc Cartney war ebenso zu hören wie Johann Sebastian Bachs Toccata d-moll, wo statt 1500 (Orgel-)pfeifen die fünf Musiker ihre Instrumente wirken ließen. Applaus gab es reichlich und das Quintett bedankte sich wegen der knappen Zeit bis zum nächsten Konzert mit nur zwei Zugaben.

Die Stadt Jever hat sich mit der Musik ein Profil geschaffen. Die Jazz-Konzerte im Lokschuppen, Musik in den Kirchen und Graf-Anton-Günther-Saal, der Auftritt von SaxLust beim Neujahrsempfang und die Konzerte im Schlossmuseum sind Alleinstellungsmerkmale für Jever als Stadt der Kunst, Sage und Geschichte. Musik ist längst eine tragende Säule – auch die jüngere Generation sollte dies unterstützen.

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