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NWZonline.de Region Friesland Kultur

Verzücktes Seufzen mündet in Bravo-Rufe

10.08.2019

Jever Immer wieder ging beim Klavierabend in der Reihe der Schlosskonzerte in Jever ein verzücktes Seufzen durch die Zuhörerreihen. Es war einfach ein wunderschönes Konzert, das die beiden Pianistinnen Linda Leine (Riga) und Daria Marshinina (Moskau) spielten. Seit 2011 spielen sie vierhändig zusammen – und dass sie perfekt harmonieren, war nicht nur deutlich zu sehen, sondern auch in der Musik zu spüren.

Schlosskonzert-Finale

Als letztes Konzert der Reihe Schlosskonzerte folgt am Freitag, 7. September, 19 Uhr, das Wandelkonzert mit sieben Ensembles und Solisten. Karten kosten 62 Euro inklusive Büfett und Getränke, ermäßigt 16 und 10 Euro. Karten gibt’s im Schlossmuseum und unter Tel. 04461/969 350.

„Ich bin sehr froh, dass ich die beiden engagiert habe – noch stehen sie am Anfang ihrer Karriere. In ein paar Jahren sind sie für uns sicher unbezahlbar“, sagte Christel Ney, Organisatorin der Schlosskonzerte. Erst nach zwei Zugaben ließen die begeisterten Zuhörer – viele Urlauber saßen im ausverkauften Audienzsaal – die Pianistinnen gehen.

In den Mittelpunkt ihres Klavierabends hatten Daria Marshinina und Linda Leine Franz Schuberts „Divertissement a la francaise“ und drei Klavierstücke von Fanny Hensel-Mendelssohn gestellt. Die drei Schubert-Sätze reichen von pompös über lebhaft bis tieftraurig und am Ende explosiv.

Mutige Harmonien und schöne Fantasien – so beschreiben die Pianistinnen die Klavierstücke von Fanny Hensel-Mendelssohn: „Das zu spielen, ist für uns selbst immer ein Erlebnis“, sagte Linda Leine. Die Schwester Felix Mendelssohn-Bartholdys musste stets hinter ihrem Bruder zurückstehen. „So war die Zeit, aber sie hatte einen guten Mann, der sie komponieren und einen Salon führen ließ.“

Tatsächlich braucht man sehr flinke Finger für die Musik Fanny Mendelssohns – und zwar alle 20. Beim flotten energischen Einstieg ins zweite Stück ging ein leichtes Zucken durch die Zuhörerreihen.

Genau wie ihr Bruder lernte Fanny Klavierspielen anhand des Wohltemperierten Klaviers, der Präludien und Fugetten Johann Sebastian Bachs – so war es nur logisch, dass zum Programm des Pianistinnen-Duos drei Bach-Choräle, für Klavier vierhändig gesetzt, gehörten. Und auch die kamen zum leise Mitsummen schön an.

Zum eigentlichen Abschluss spielte das Duo die Ouvertüre der Wagner-Oper „Tannhäuser“, für Klavier bearbeitet von Hans von Bülow. „Das ist eine Premiere“, kündigte Daria Marshinina an – und für die Wagnersche Dramatik zu vier Händen gab es sogar Bravo-Rufe.

Ach ja: Für den Klang des frisch sanierten Flügel des Schlossmuseums gab es viel Lob. Der Klang sei „supergut“ und er passe perfekt zum Saal, sagte ein Konzertbesucher. „Besser als ein Steinway – der wäre viel zu laut“, ist auch Christel Ney überzeugt.

Melanie Hanz Agentur Hanz / Redaktion Jever
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